Berichtsheft 21.-23. November: Verdrängung leicht gemacht

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“Du bist ein Meister im Verdrängen” sowie “Du machst es Dir ja leicht” sind Komplimente, die ich gerne höre. Beide Talente haben mich von Kind an gut und sicher durchs Leben gebracht – ein Leben, das nicht immer nur lustig war, schon gar nicht in den letzten Jahren. Hättet Ihr jetzt nicht gedacht, liebe Basic-Cooking-Leser? Tja, ich bin eben ein Meister im Verdrängen. Und find immer einen Dreh, was Schweres leicht zu machen – wie in meinen Büchern.

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“Ich glaube fest daran, dass ein Tag nicht so schlecht sein kann, wenn ich an ihm Zeit für einen Kaffee habe.”

Es ist Sonntagabend und ich sitze im Krankenhaus ganz nahe bei jemandem sehr Nahen. Gerade herrscht Ruhe und Frieden nach einer heftigen Woche und vor einer wohl noch heftigeren. Dazwischen habe ich mich an diesem Wochenende auf eine Insel geflüchtet – ins vertraute Paradies meiner Wohnung, wo ich seit Tagen wieder eine Nacht schlief, und ins absolute Abentuerland gleich ums Eck davon, wohin wir am Freitagabend aufbrachen.

“Boazntour” war das Codewort. Bei einem Kochabend hatte eine HUKODI-Kundin gesagt, dass sie zu gerne mal durch all die Bierstüberl des Viertels ziehen würde, an denen man sonst immer nur vorbeiläuft, und ob da nicht jemand mitmachen wolle? “Au ja!” Und schnell war mehr als eine Handvoll Mitzieherinnen gefunden.

Je näher der Abend rückte, desto mehr verkrüppelte diese Hand. Eine hatte was mit Kultur an dem Abend, eine andere schrieb nachmittags, dass sie beim Zahnarzt war und, na ja… eine andere wollte am Samstagmorgen (?) zu ihm gehen, und, na ja… Eine schrieb während der Tour, sie sei noch am Packen für den Urlaub… ach ja?

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So saß ich denn mit zwei Macherinnen freitags um kurz vor neun im Maibaumstüberl ums Eck, wo auf dem Flatscreen Darmstadt gegen Braunschweig lief und auch sonst alles zu spät war, zumindest fürs Essen – “Küche nur bis halb neun, sorry”. Dann ein Halbe, ein Schnitt, eine Apfelschorle und später noch eine Halbe für den hinzugekommenen Ehemann.

Dann standen auf meinem Zettel die “Giesinger Schlümpfe”, das 60er Stüberl Wand an Wand mit der “Buchhandlung in der Au” – macht Euch Euren eigenen Reim darauf. Hier stierten zwei an der Theke und eine strahlte dahinter, “kommt’sa ruhig harein”, ich gleich mal Kaffee und Marillenschnaps, der Rest eine Halbe und eine halbe Halbe.

Wirtin Maria erzählte, dass ab sieben morgens offen ist, wenn die Rentner zum Bierfrühstück kommen, weswegen sie jetzt auch zu macht und zu essen gäb’s eh nie was. Aber bei den Chinesen könne man sich was in die Sportsbar nenbendran mitnehmen, sagte der Bissverkäufer auf Weinschorle an der Theke. Eigentlich sind das Koreaner, die Sushi und Thai-Curry machen, aber hier ist sowas immer noch “Chinese”. In der Sportsbar winkt uns der Wirt schon zu, “Maria hat grad Bescheid gesagt”, der Koreaner bringt mein Curry und geht dann an den Daddelautomaten. Über die nächste Stunde schweigen wir, glaubt uns eh keiner und wenn doch, gibt’s nur Ärger.

Als dann die eisern bei ihrer einen Apfelschorle verbliebene Kollegin aufgibt, im Downtown schon die Hocker hochgestellt werden und das Captain Cook überhaupt ganz fort ist, gehen wir auf ein letztes “Zur Hexn”, was eigentlich schon in der Au ist und eher was von Berliner Eckkneipe hat – aber auch hier heißt man uns herzlich willkommen. Ein toller Abend mit vielen neuen Freunden und einer lächerlichen Rechnung plus einem ganz neuen Heimatgefühl, wenn ich jetzt an den genannten Adressen vorbei komme. Freue mich schon aufs Frühstück bei den Schlümpfen.

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Samstag erstes Frühstück der Woche daheim, dann Geschwisterkaffee am Markt, viel geredet, auch über Schritte zum Schriftstellerwerden. Ein Mittag an der Theke im Riva. Nach Hause entlang einer spektakulär besonnten Isar, zum Abendbrot ins Krankenhaus, zum Absacker mit der guten Freundin ins Auroom – ich hab was mit Zitronengras und kompliziertem Namen, dann einen Créme Bruleé Martini, auf dessen Schaum der Karamel noch warm ist. Himmlisch.

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Die Nacht in der Klinik bleibt relativ ruhig, am Morgen durch den Nebel auf eine Brotzeit zum Adventsbasar der St-Antonius-Kirche, in deren Chor ich singe. Zu Hause Zeitunglesen, Kuchenessen, Briefeschreiben, Katzenkraulen unterm Dach über Giesing. Und nun Laptop zu, Affe müd.

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Berichtsheft Kalenderwoche 47: Coffee cares for you

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Da ich das Draußen in dieser Woche vor allem von drinnen gesehen habe und das Drinnen nix fürs Draußen ist, hier ein paar Kaffeeperspektiven auf das Ganze – definitiv die ruhigsten Momente dieser Woche.

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Berichtsheft Montag, 17. November: Work. Pray. Drink. Wait.

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Berichtsheft Wochenende, 14.-16. November: Zusammen

Ein Wochenende wie eine Welle, sich aufbauend, “Platsch”, und langsam verebbend. Freitag war Tatentag: Früh die Grillrezeptliste weg und liegengebliebene Mails, dann Arzt, Drogerie, Gemüsefrau, Zeitungsmann, Bäckerpaar und Blumenfrauen, dabei immer wieder ein Schwätzchen, wir kennen uns, und wenn Du einen Laden hast, spricht man noch mal auf einer anderen Ebene. Es ist wie im Dorf, wo man sich auch immer mal blicken lässt bei den anderen im Geschäft. Die Bücherfrau steht vor ihrem mit dem Handy am Ohr, ihr winke ich nur zu.

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Eine vergane Freundin schreibt, dass sie heute mit einem veganen Koch für den BR kocht, was mich fürs Mittagessen mit den Jungs motiviert: Kartoffel-Bohnen-Plätzchen mit dem Rest des am Vortag gekochten Dal aus geschälten Mungobohnen – für mich sind das ja Linsen, aber im Englischen sind das alles “beans” und so wohl bei uns auch. Dieser Dal ist der milde Star bei unseren Bollywood-Kochkursen, recht komplex, da vieles für sich gegart wird und das auch noch unterschiedlich, aber das Ergebnis ist jedesmal belebend und erhebend; einmal habe ich es auch “easy” probiert, also alles nach und nach in einem Topf – das war für den Napf. Ich glaube, dass in den vielen langweiligen Indern dieses “easy” der Grund fürs Einerlei ist, weiß aber auch, dass das Komplexe wenig für die Restaurantküche taugt.

Zu den Plätzchen gibt es Senftomaten – rote Zwiebeln langsam angeschmort mit Salz, Pfeffer und Zucker, dazu kleine feste Datteltomaten, die dünsten bis die Schale grad noch dran ist, dann körniger Senf dazu, delicious! – und Portulak vom Kartoffelkombinat angemacht mit Zitrone, Chili und nochmal roter Zwiebel, kein Öl. Triple delicious! Später Kuchen, Apotheke, Ruhen.

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Eine Freundin ist über Wochenende verreist und hat uns ihr Spritztourmobil dagelassen. Das wollen wir am Samstag nutzen. Am Chiemsee soll es schön sein. Und da sind doch andere Freunde immer am Wochenende in ihrer Ferienwohnung… ja klar, kommt vorbei. Wir starten dann später als versprochen, versuchen vergeblich auf beider Handys per Anruf, Mailbox, Sms unser Startsignal zu geben und die Adresse zu erfahren, fahren schließlich einfach in Richtung Sonnenuntergang und schauen ihm von der Wiese aus zu, als unsere Geräte doch noch zueinander finden und wir dann auch. Kaffee, Plätzchen, Beisammensein.

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Am Abend wieder daheim und den Notfernseher aus der Kiste geholt, um “Schlag den Raab” zu schauen, das der Jüngste fachmännisch schätzt. Prinzip: Der eher kleine, nicht ganz schlanke und auch immer älter werdende Moderator tritt gegen durchtrainierte Laien-Cracks an. Die Auswahl ist vorbestimmt (sicher auch durch ihn), das Publikum wählt den Kandidaten à la minute. Dann 15 Spiele von Nachrichtenwissen über Baseball bis Erbsen mit Stäbchen postionieren. Beim ersten Spiel gibt’s 1 Punkt zu gewinnen, beim letzten schließlich 15, so dass sich bis zum Schluss immer noch alles drehen kann, auch wenn man kein Crack ist.

Raab nervt dabei durch Fragerei, Regeldehnung, Eigenmächtigkeit, nutzt auch schon mal seine Beziehung zum Publikum, um ein bisschen Psycho zu spielen. Ist also genau “the pain in the ass”, wie ihn Lehrer in der Klasse fürchten und manche Mitschüler auch, nicht zuletzt weil diese Typen immer auf die Füße fallen. So einer, der so lange weitermacht, bis ihm einer klar “stopp” sagt. Was dauert, meistens sagen sie sogar “mehr”. Weswegen er sowohl mit einem vorgeglühten Wok mit Promis Bob fahren kann wie auch den ersten wahren Star aus einer deutschen Talentsuchershow herausholt und dabei gleich noch den Eurovision Song Contest übernimmt.

Alles extrem unwichtig, klar. Wie der Tatort, die Wettervorhersage oder das Fernsehen überhaupt. Umso schöner zu sehen, wie ernst er das nimmt und bei jedem Spiel aufs Neue den Ehrgeiz rausholt, flucht und jubelt, verhandelt und weiter winkt, wenn ers wegen Nichtkapieren vergeigt (die obere Shift-Leiste der Tastatur rund ums “&” in die richtige Reihenfolge bringen). Und auch jedesmal neu denkt. Immer wieder statt immer weiter. Sehr schön, wenn dann das letzte Spiel alles entscheidet, das im Baumarkt ca. 2,50 kostet, in 2,5 Minuten aufgebaut ist und dem Sieger 2,5 Millionen Euro einbringt. Einen Ring auf einen Haken schwingen? Easy! Oder auch nicht, wie man über eine Stunde bis in den Sonntagmorgen hinein sehen konnte. Am schönsten, wenn dann die Regie in die Knie geht und der völlig andere Gegner Raabs (groß, ruhig, konzentriert) durch Flummiwerfen Millionär wird. So toll kann Scheitern sein – auch das Scheitern der aufgeblasenen Fernsehshwos an diesem simplen Konzept.

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Was Raabs “Alles ist erlaubt, so lange es keiner verbietet” anrichtet, wenn es jemand an extrem wichtiger Stelle betreibt, zeigt der Prozess von Thomas Middelhof. Bei dem er bis zum Schluss wie der Sohn des Schuldirektors das “Mir kann keiner” in seiner immer verstörender nicht verstörten Miene trägt. Fast könnte ich mich freuen, dass sie ihm mit der Verhaftung noch im Gerichtssaal die Show gestohlen haben. Noch schöner wäre es aber, wenn sie schon viel früher durchschaut und abgesetzt worden wäre – und wenn eine Stunde Ringschwingen nicht schon als “Fernsehgeschichte schreiben” gelten müsste.

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Passend dazu das aktuelle Heft von Brand eins zum Thema “Scheitern”. Die Einleitung von Wolf Lotter kann man auch als Erklärung nehmen, warum Unternehmer Raab erfolgreich scheitert, Manager Middelhoff katastrophal:

Denn die Leute, die in den vergangenen Jahrzehnten die Glaubwürdigkeit der Marktwirtschaft aufs Spiel gesetzt haben, sind nur in Ausnahmefällen Unternehmer, sondern überwiegend Manager gewesen. Die „Zocker“ sind meist bestens abgesicherte, etablierte Manager, deren keineswegs nüchterne Kalkulation das Geld anderer Leute verspielt. Der „Kasinokapitalist“ ist ein biederer Angestellter in leitender Position, gut versichert gegen jede Form von Versagen und im Notfall ein Opfer „des Systems“.

Was jetzt nicht hieße, ja kein Risiko oder gar “keine Experimente”. Sondern, so der Gründer einer Venture-Capital-Gesellschaft:

“Wir sind keine Spieler, wir sind planvolle, bewusste Risikogänger. Ein echter Unternehmer zockt nicht“, sagt er. Ein Experiment ist kein Glücksspiel.”

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Toast

Experimente sind keine Glückspiel – das wissen auch Köche. Wir hatten gegen Ende der Fernsehgeschichte Hunger auf Pizza und haben uns eine gemacht mit dem was da war (Toast, Tomatenmark, Lachsschinken, alter Gouda) und was nicht da war (Toaster). Alles gegessen, Experiment gelungen? Bei der Dokumentation auf Instagram wurde der Energieverbrauch bemängelt – nun müsste man herausfinden, wie viel Energie und Rohstoff die Herstellung eines Toasters verbraucht. The show must go on.

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Sonntag: Chillen im Stillen.

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In fünf Stunden vom Bett aufs Sofa

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Wozu Kino & TV, wenn man ein Fenster hat (ein Bild von zwanzig)

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Flaucher am Abend, als es doch mal kurz zum Autoabgeben rausging

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Berichtsheft Donnerstag, 13. November 2014: Im Umbau

Baggerschaufel

Mein Viertel verändert sich. Alleine von meinem Küchenfenster aus kann ich inzwischen drei Baustellen auf einen Blick sehen, die so pünktlich wie die Kirchenglocken erklingen, wenn es sieben Uhr morgens ist. Bis vor kurzem war es nur die eine auf dem Postgelände beim Bahndamm, die seit Wochen einen Kran sich drehen und Sägen laufen lässt; an diesem Donnerstagmorgen wurde das dritte Gerüst mit viel Gedengel an dem zweiten der Häuser in meiner Straße hochgezogen. Und da ist mehr, überall und immer wieder aufs Neue. Scheiß-Gentrifizierung? Sachte… Gehen wir mal ein Stück.

kirchenschiff

Die Baggerschaufel ganz oben liegt gleich neben diesem Idyll hier vor der Franziskus-Kirche. Hier wurde gerade der Belag der Hans-Mielich-Straße erneuert, wofür sie in eine Richtung für eine paar Tage gesperrt war. Eine Weile konnte man hier durch ein Schaufenster auch dem Café “Konradin” beim Entstehen zu sehen, Regale, Theke, Lampen waren schnell da und schön, dann passierte lange nichts mehr. Nun ist es ein Büro mit sehr großzügiger Kaffeeküche. Der Schlecker weiter unten steht immer noch leer, eigentlich sollte hier der Italiener rein, der kurz mal in dem vormaligen Waschsalon an der Humboldtstraße war (und dessen Besitzer über meinem Studio wohnte), worin jetzt die Bar “Wuid” ist, Gegenstück zum Miss Lilly’s gegenüber, in dem früher das Sozialprojekt Abba war.

laub

Doch zurück: Über den lange umgebauten und mit einem Paukenschlag fertiggestellten Hans-Mielich-Platz geht es unter der Bahnlinie hindurch (die in diesem Jahr durchs ganze Viertel eine Schallschutzwand erhalten hat) in die Idylle zwischen Stadtgärtnerei und dem Griechen Lucullus – das blaue Schild weist den Weg zum nächsten Bau.

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Am Bahndamm entlang war lange Wildnis und Schrebergärtnerei, jetzt führt eine Schneise zur Postbaustelle (oder ist es die Telekom?), wo wohl ein weiteres Bürogebäude neben dem alten Waschbetonbau hochgezogen wird. Wir aber machen halt davor und…

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…schwenken nach links in die Obere Weidenstraße, wo eines der alten kleinen Häuschen ganz neu wird – oder ist es schon ein ganz neues Häuschen?

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Vor drei Jahren sorgte ums Eck in der Birkenau der Abriss zweier ehemaliger Kutscherhäuschen für viel Aufmerksamkeit und Ärger im Viertel; wegen zu vieler Umbauten hatten sie den Denkmalschutz verloren. An ihrer Stelle steht nun ein jeden Zentimeter der Baulücke füllender schwarzer Eigentumswohnquader, der wenig für behutsames Sanieren wirbt, aber auch keinen mehr richtig aufregt. Seit dieser Woche räumt ein Kleinbagger im völlig verwilderte Hof eines weiteren (denkmalgeschützten) Kutscherhäuschens auf, was vorsichtig begrüßt wird. Vor Jahren hatte dies eine Freundin der Huberin gekauft, die das HUKODI mitbegründet hat (sie ist das “Hu” im HUKODI, das zuvor die Zentrale der Bayernpartei war, nun ist sie die Straße runter in der Färberei aktiv). Seitdem stand das Haus leer und der Garten verwilderte spektakulär. Geld ausgegangen, Denkmalschutz unterschätzt, Abrissspekulation? Keiner wusste nix Genaues, aber es war zusehends kein gutes Argument für “Friede den Hütten, Krieg den Paläste”. Wir träumten derweil von einer Landgasthofkommune, Urban Gardening, Grüne-Soße-Plantage. Nun geht’s wohl los. Ich bin gespannt.

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Und hier der Blick, von dem ich am Anfang sprach – die Glockentürme haben Konkurrenz bekommen. Worüber die Heiligkreuzkirche aber nur schmunzeln kann: Sie ist seit Jahrzehnten eine Großbaustelle, die nun aber endgültig abgeschlossen werden soll. Ebenso wie die etwas kleinere im Schatten des kleinen Türmchens rechts, an der man hier unten auch rege interessiert ist – dort eröffnet demnächst das neue Giesinger Bräu, das bisher direkt unter meinem Küchenfenster in einer ehemaligen Geflügelschlachterei braute. Was dann dort sein wird? Wir sind gespannt.

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Berichtsheft Mittwoch, 12. Dezember 2014: Vergesstag

Ein Teil des Gehirns ist im Moment fast aus. Es ist der, der weiter und tiefer denkt. Dafür läuft der andere auf Hochtouren, spuckt Ideen aus, entwirft Notfallpläne, gibt den Dingen starke Namen. Ab und zu fährt das Weitertieferteil wieder hoch, so heftig, dass es beim Schlagfertigteil einen Blackout gibt. Dann hab ich wieder was vergessen.

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Aufgewacht, 6 Uhr gedacht, da lohnt sich doch das Einschlafen nicht mehr. Also ein bisschen geschrieben, bis der Schlafgast wach wird. Nach 1 1/2 Stunden gemerkt, dass es vorhin 4 war und jetzt halb 6 ist. Wieder ins Bett. Wieder aufgewacht, als der Schlafgast grad ging.

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Keine Ahnung, was ich am Vormittag gemacht habe, aber als ich zu Mittag ins Stattauto stieg, hatte ich die Grillrezeptliste noch nicht fertig und eine Kochkursankündigung vergessen. Dafür rechtzeitig gekommen, um ein Krankengespräch zu führen und eine Liste mit guten Drogen zu bekommen, von denen die Apotheke nur eine da hatte.

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Gutes Essen gekauft, am Ende kam aber nur die Knöpfle mit Schnittlauch auf den Tisch. Da hatte ich schon lange ein Telefongespräch für den Nachmittag vergessen, an das ich nun wieder erinnert wurde.

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Höhepunkt des Tages: Die Katze nascht Chiliblätter. Und hey, sie schmecken wirklich gut.

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