Salted Beef Sandwich mit Hande

Ein Donnerstagmittag bei Mogg & Melzer Delicatessen
in der Ehemaligen Jüdischen Mädchenschule in Berlin

Eigentlich sollte es eine Vorbesprechung für unser Gespräch über Foodblogs und Kochbücher bei der re:publica werden, aber dann war es einfach nur ein Kennenlernmittagessen, zu dem jeder noch ein paar Bekannte mitgebracht hatte, die man auch kannte, weil alle irgendwas mit Essen, Büchern und Blogs machen. Und bevor ich lange ins Überlegen kommen konnte, ob ich nun Ines Gutierrez (war schon), Nicole Stich (auch schon), Stevan Paul (kommt noch), Vijai Sapre (musste erst mal ankommen), den Wurstsack (nicht erkannt) oder Ariane Bille (kommt auch noch) ausfrage, entschied ich mich einfach für das Fernliegendste und die Au(gen)fälligste am Tisch.

Woher kommst Du?
Von ganz weit her – aus Rom.

Und jetzt gerade?
Vom Bummeln in Berlin

Was gibt’s zum Mittagessen?
Sandwich mit Salted Beef und Coleslaw.

Warum?
Ich wollte kein Pastrami.

Und wie schmeckt’s?
Gut.

Kommst Du wieder?
Nein.

Warum?
Erstens lebe ich nicht hier und zweitens, selbst wenn, würde ich erst Mal tausend andere Sachen ausprobieren.

Wo und was hast Du denn sonst noch gegessen in Berlin?
Gestern Mittag Sommerröllchen und einen Glasnudelsalat mit karamelisiertem Schwein bei Mr. Wong, das war toll und DA würde ich sofort wieder hingehen. Dann noch Spargel, mmmmh, denn weißen gibt’s nicht in Italien, und Schnitzel.

Und wo geht’s jetzt hin?
Zurück zur re:publica, Euch zu hören. Und danach Burger essen bei Zsa Zsa, kommst mit?

Och, ja.


Sehr feine Burger mit ebenso guten Pommes im Zsa Zsa, nur die Brötchen könnten etwas röscher und weniger trocken sein.

Hande Leimer ist Betreiberin und Herz von Vinoroma, einem Weinstudio in Rom, in dem man Trinken, Reden, Lernen, Genießen und noch mehr oder zu einer Gourmet-Tour durch die ewige Stadt starten kann.

Mogg & Melzer
Auguststraße 11-13, Berlin
Tel. 030-3300 6070
täglich ab 12 Uhr
www.maedchenschule.org

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MEET ME IN ACTION oder DAS INTERNET IST SCHULD


Das ist mein Google-Kalender für diese Woche (Draufklicken macht ihn größer), in der ich in Berlin zur re:publica bin.
Was das sein kann und wie ich da hin gekommen bin, schreibe ich hier. Eigentlich wollte ich das schon lange drin haben, aber mei, packen und vorarbeiten und so, und das WLAN geht da nicht, und deswegen jetzt hier vor der Hütte. Hütte? Ja genau, lest mal.
Legende: Eher Reales ist fett, eher Virtuelles kursiv, und was eher beides ist, das ist beides.

Und was aktuell dazu kommt, das ist so.

Ach, lest und fragt einfach.

OKTOBER 2011
Diskussion auf der Buchmesse, es geht um Foodblogs und Kochbücher und der Moderator will am meisten und schönsten reden. Fad. Aber alle, die mit Kochbuch und Foodblog zu tun haben und auf der Messe sind, sind da. Ich lerne Katharina Hoenck von Valentinas Kochbuch kennen, die mir nahe legt, zur re:publica zu kommen. Ich war mal auf einer fress:publica, wo sich Foodblogger im Gasthaus vom fressack trafen, der auch mal ein Blogger war, jetzt aber nur noch Wirt ist. Zu ihm gingen wir anschließend.

NOVEMBER 2011
Katharina schickt mir eine DM mit Link zum Ticketvorverkauf der re:publica, ich kaufe eine Karte und sage den Leuten, dass ich zu einer Internetkonferenz fahren werde.

MONTAG, 30. APRIL 2012, 23.45
Am Münchner Ostbahnhof starte ich mit acht anderen Leuten einem Kleinbus nach Berlin. Am Sonntag hatte ich den regelmäßigen Nachtfahrer Alex bei mitfahrergelegenheit.de entdeckt und ihm spät abends eine SMS geschickt, ob noch Platz ist. Er ruft zurück, ich fahre nach Berlin. Neben mir ein Wiener, wie die meisten mit gutem Humor.

DIENSTAG, 1. Mai 2012, 5.30
Wir kommen am Westkreuz an. Jeder zahlt seine 35 Euro, Handschlag, runter zur Bahn. Ich google auf dem Handy, ob die re:publica-Karte auch für Bus und Bahn gilt. Nein. Ich fahre einmal rund um Berlin mit der Bahn, dann zum Alexanderplatz, Berlin fühlen. Klappt. Dann zum Hauptbahnhof, Croissant auf der Treppe in der Sonne essen, Faltplan kaufen und versuchen, mit Laptop ins Internet zu kommen. Klappt nicht richtig.

11.30
Treffen mit Ines, die schon seit Sonntag in der Stadt Urlaub macht. Ines’ Blog Vorspeisenplatte ist das erste Blog, das ich regelmäßig lese (und bis heute das einzige, das ich täglich lese), Auslöser waren ein Text übers Dicksein und ein Rezept für Mousse au chocolat. Ich lernte sie kennen, als ich in einer Bar aus einem Kochbuch vorlas, was ihr nicht gefiel, was ich sofort verstand und wir wurden langsam Freunde, die zu ähnlichen Teilen über Bücher, Essen und Internet reden. Auch diesmal, zusammen mit Notquitelikebeethoven und Kittykoma.

CA. 19.00
Ankunft bei Jörg, einem von zwei verbliebenen Schulfreunden, der zweite ist sein Cousin Peter. Jörg und Familie besuchen mich stets in München, wenn sie zu Feiertagen in Salzburg bei den Eltern seiner Frau sind. Meist meldet er sich knapp davor, wenn ich Zeit habe, freue ich mich und koche etwas. Ich habe ihn Montagmittag angerufen (wir hatten Anfang des Jahres aber schon gesprochen), er freut sich, wird wohl nichts kochen, aber ein Bett haben, und zwar die untere Etage im Kinderzimmer, worüber sich sein lieber Sohn sehr freut.

(Aktuelle Ergänzung: Jörg war da, aber auch seine Schwägerin, ich schlief auf dem Sofa, was gut war, da der Sohn malad im Magen war.)

MITTWOCH, 9 Uhr
Einchecken im Hüttenpalast. (verschoben auf 16.30)

10 Uhr
Siehe Kalender. Orange ist die Arbeit, Rot das Vergnügen. Und es kam dann doch ganz anders.

16.30 Uhr
Einchecken im Hüttenpalast. Ich hatte lange überlegt, wie ich elegant ums Etagenbett Sofa drumherum komme, bis Susanne Butz auf google+ schrieb, wo sie sich eingebucht hatte. Ich kannte sie nicht, fand das aber toll und buchte mich ebenfalls ein, aus Recherchegründen, wie ich Jörg sagen werde. Und werde eine neue Internetbekanntschaft machen.

Aktuelle Ergänzung: Jetzt (17.30) sitze ich da grad, kurz vor sechs am zweiten Mai, und schreibe das hier.
Noch aktuellere Ergänzung: Susanne sitzt jetzt (18.30) mir gegenüber und schreibt auch ins Netz. Wir haben uns zumindest die Hand gegeben. Und ab jetzt ist wieder Zukunft.

re:publica 12

19.45 Überraschungvortrag. Sascha Lobo hat den Gräfe und Unzer Verlag beim Aufbau des Portals küchengötter.de beraten, bei dem ich dabei bin, unter anderem stammt der Name von ihm. Das war nicht nur unterhaltsam und sympathisch, sondern auch gewinnbringend. Genau das erhoffe ich mir von diesem Vortrag.

21.00 Beim Thai. Chris Kurbjuhn habe ich als Kommentator der ersten Stunde dieses Blogs kennen und als muttergewitzten Schreiber schätzen gelernt, vor allem auch in seinen Blogs, der Netzecke und dem Blogmagazin Männer unter sich. Dazu kocht und isst er mit Herz und mag das Burgenland, man hätte sich schon längst mal sehen sollen, nun tun wir es.

DONNERSTAG, 3. Mai
ab 10 Uhr Kalender (irgendwas mit Podcasts, dann Treffen und Mittagessen, um das Folgende vorzubereiten:

15.00 FOODBLOGS – VERFALL ODER RETTUNG DER ESSKULTUR?
Im Dezember hatte mich Ines gefragt, ob ich zur re:publica komme und Lust hätte, bei einem Panel mitzumachen. Ich fragte sie, was das ist, sagte zu und sage den Leuten seitdem, dass ich bei einer Podiumsdiskussion mitmache. Mit Nicole Stich von delicious days und Stevan Paul von nutriculinary, den beiden Foodblogs, die ich als einzige schaffe, regelmäßig zu lesen. Klingt nach Klüngel? Ich freue mich einfach auf ein offenes Gespräch mit Leuten, die seit langem, an der Schnittstelle zwischen Schreiben auf Papier und im Netz stehen, dabei jeder mit den Füßen ganz woanders. Und es kommt ja noch Vijay Sapre von Effilee, den ich nicht kenne und der eine Zeitschrift macht, die aus dem Internet stammt.

Der Rest ergibt sich. Auch, wann und wie ich am Freitag zurückfahre. Ich werde es hier ergänzen.

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Auf in eine Lange Nacht mit Gesang – ab 22 Uhr in unserer PARIS TANGO BAR


Die Bar bei unserem Finnischen Tango Abend

Kleiner Geheimtipp für diese Magische Nacht: Nach unserem Gesang mit Menü heute Abend ist ab 22 Uhr die PARIS TANGO BAR im HUKODI für alle geöffnet – feine Weine aus der Provence, bestes Bier vom Giesinger Bräu und guten Kaffee gibt’s dazu. Und wer weiß, vielleicht auch noch ein paar Bissen vom Menü und vor allem noch mehr Gesang – schließlich haben wir einen Operntenor, die halbe Frauenhofer Schoppenstubn Band und zwei betörende Bühnendiven da. Oder singt am Ende Küchenchef Dickhaut persönlich? Kommen Sie, kosten Sie, hören Sie.
Im Bild (wächst beim Draufklicken): oben die Bar bei unserem Finnischen Tango Abend, unten bei der Nudeldicken Deern.


Die Bar bei der Nudeldicken Deern.

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Nudeln mit deutsche Tomatensoße und Lea

Ein Mittwochmittag vor dem HUKODI
in der Sonne

Woher kommst Du?
Von drinnen.

Was gibt’s zum Mittagessen?
Erst einen Salat mit Basilikumtofu, Radieschen, Tomaten und Avocado, der in keinem Kochbuch steht. Und dann Farfalle al dente mit einer Soße aus frischen Tomaten und einem Meatball, eher ein altmodisches Rezept mit Mehlschwitze und Fleischbrühe uns Sahne in der Sauce, die dann noch durchs Sieb kommt. Das haben gestern zwei Mädchen von der Förderschule am Innsbrucker Ring gekocht, wo ich am Dienstag immer in einem Sozialprojekt mit Schülern Mittagessen koche.

Wie schmeckt’s?
Das musst Du jetzt sagen

Also die Farfalle sind schon sehr bissfest, aber das kenne ich ja. Ansonsten klasse, ich mag so deutsche Tomatensoßen, und im April eine gute Sauce aus frischen Tomaten zu kochen ist nicht so leicht. Und das Fleischbällchen mit der vielen Petersilie, wow. Kochst Du das wieder?
Auf jeden Fall.

Warum?
Ich find’s auch superlecker.

Was machst Du jetzt?
Das neue Eis essen, das sie uns in einer Riesenkiste geschickt haben.

Und?
Och, Wiener Walzer fand ich besser. Das Weiße schmeckt eher nur weiß, nicht so nach Joghurt. Die sollten mal eins mit Zimt machen.

Und das heißt dann Zimt und Zores.

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Steak, Aioli & Tarte de Dulce de Leche mit DAVID & DAMEN

Geschätzte Gäste,

nach dem großen Erfolg unserer Deern-Lesung mit Menü geht’s diesen Samstag weiter mit Musik in unserer Reihe KOST & KULTUR. “Von Paris bis Buenos Aires” ist das Motto am 28. April, wenn DAVID & DAMEN auf der Türstockbühne des HUKODI auftreten.

David de Ruijter bereist als Operntenor die Welt, sein Heimathafen ist aber München, wo er angehende Stars von Rock bis Klassik ausbildet. Mit den Sängerinnen Anne Hoffschulte und Anja Tibutt sowie Conny Holzwarth am Akkordeon hat er für uns ein Programm voller Leidenschaft geschaffen, das vom Chanson bis zum Tango reicht. Dazu serviert Sebastian Dickhaut mit seinen HUKODIs ein französisch-argentinisches Menü.

Die Veranstaltung kostet inklusive Menü 45 Euro. An der Bar erhalten Sie außerdem feine französische Weine und Säfte, gutes Giesinger Bier und schön schwarzen Kaffee. Unser Menü:

Argentinischer Steaksalat
Ein Salat aus dreierlei Bohnen in einem würzigen Quitten-Dressing
mit rosa gebratenen Rumpsteakstreifen

Plat de Aioli Provençal
Ein Teller voller Feinem aus dem Meer pochiert à la minute, dazu frisches Saisongemüse und noch mehr, serviert mit einer handgerührten Mayonnaise aus jungem Knoblauch und bestem Olivenöl

Deenah’s Tarte de Dulce de Leche
Ein berauschendes Süßwerk von unserer Hauskonditorin. Mit weißer Schokolade und der berühmten Caramelcreme aus Südamerika. Dazu gibt’s Beeren in Cassis.

Wer Lust auf und Zeit für unsere Genussreise von Paris nach Buenos Aires hat, hat noch Glück dazu: Ein paar Restplätze sind jetzt frei geworden. Wir freuen uns auf Ihre verbindliche Anmeldung unter hukodiATsebastian-dickhautDOTde. Und wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich einfach.

Ihre HUKODIs

Gesang mit Menü für 45 Euro
Am 28.4.2012 um 19 Uhr im HUKODI
Untere Weidenstraße 14

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Curry mit Maike

Ein Mittwoch im Leonardi-Casino

Woher kommst Du?
Aus der Küchengötter-Redaktion.

Was gibt’s zum Mittagessen?
Grünes Gemüsecurry mit Tofu.

Warum?
Weil mir alles andere zu fleischlastig war und die Schlange an der Fisch- und Nudelausgabe zu lang. Auf dem Nudelgericht liegt auch ein großer Fleischberg, seh ich jetzt grad auf Nickys Teller. Na dann erst recht gut, dass ich mich da nicht angestellt hab.

Und wie schmeckt’s?
Geht. Brokkoli weich, Tofu würzfrei und Salz fehlt auch. Aber das hab ich mir schon gedacht und an der Kasse ein Tütchen Salz eingesteckt. Du hast keins mitgenommen und meins ist leer, wie schmeckt’s Dir denn?

Och, Salz fehlt jetzt nicht grad. Kommst Du wieder?
Ja.

Warum?
Weil die Trefferquote für ein passables Mittagessen recht hoch ist. Außerdem krieg ich hier innerhalb von wenigen Minuten was frisch zubereitetes Warmes, das ich nicht selbst kochen musste und kann danach noch einen Milchkaffee an der Bar trinken. Da hab ich dann aber meistens doch keine Zeit für…

Und was machst Du jetzt?
Schnell zur Bushaltestelle rasen, um meine Tochter Elsa vom Papa zu übernehmen, damit der in die Mittagspause kann.

Maike Köhler ist Redaktuerin bei www.küchengötter.de und kocht regelmäßig mit uns in Studio und Schweinestall.

Leonardi
Grillparzerstraße 8, München-Haidhausen
(auf dem Weg zum Toom-Baumarkt)
www.leonardi-kg.de

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