So arbeite ich, na ja, digital

Ich bin ja immer noch bekennender Holzblogger, also einer, der das Ding hier eher pragmatisch nutzt, als Brotbrett für Sachen, die darauf besonders gut serviert werden können. Was aber nicht heißt, dass man sie nicht auch auf einen Teller oder einfach auf die Hand packen könnte. Ok, Weiches und Heißes gehört vielleicht eher auf einen Teller, aber bestimmt nicht auf die Hand; und mein Bruder in Australien nimmt sein Abendbrot immer vom Brett ein, obwohl man dort noch nicht mal Abendbrot kennt.

sonicht
So (auf der re:publica 2013) ich nicht

Oh, ich glaube, das mache ich jetzt doch auch grad, also was schreiben, was ich so woanders nicht machen würde, und weil ich es hier mache: blogge ich. Und lese zur Zeit sogar viel in anderen Blogs, was ich eigentlich sonst kaum mache. Das hat wohl mit Berlin zu tun, wo aus diesem Bloggen eine ganze Konferenz entstanden ist, die jetzt richtig groß und gut ist (vorher wohl auch, aber ich bin erst seit kurzem dabei) und, naja. Und so bin ich auf diesen Bloggerarbeitsfrageboggen von Isabell Donnerhall gestoßen, der von diesem Arbeitsfragebogen inspiriert ist. Haben mir beide gut gefallen, und weil mein digitales Arbeiten nicht nur bloggen ist, habe ich die Fragen ein bisschen vermischt. Darf man das? Gerade als Blogger? Na ja.

Meine Geräte
Das Chromebook von Samsung. Also eine Kreuzung aus Tablet und Laptop, deren Festplatte draußen in der Google Cloud liegt (mehr dazu im nächsten Punkt.) Inzwischen in der 2. Generation, so dass ich auch damit schreiben kann, wenn ich keine Internet habe. Was ich aber eh fast immer habe (mehr unter “Mein Arbeitsplatz”). Dazu als Handy ein fast zugleich gekauftes LG Black Google-Smartphone. Auf Gnadenbrot steht irgendwo noch ein vorchristlicher iMac zum Drucken und zum Einüben in Demut; mit dessen Tod werde ich Apple ganz vom Hof haben.

Software/Tools/Apps, ohne die Du nicht leben kannst:
Die Cloud, speziell Google Drive und Picasa (das ich so rabiat wie regelmäßig vor der Übernahme durch g+ bewahre). Heißt auf Deutsch: Spätestens seit diesem Jahr werden alle meine aktuellen Texte und Bilder komplett im Netz gespeichert, und zwar nur da. Die Bilder von meinem Smartphone landen automatisch dort. Na ja, fast, manche nimmt Picasa nicht, g+ wohl eher, was natürlich alles Teil der Weltverschwö… Meine Mails stehen schon lange in der Cloud (Webmailer 1und1), da wusste ich noch gar nicht, dass die so heißt; mein Kalender schon länger. “Ja, aber wenn Google plötzlich pleite geht?” Dann wäre die Welt eh nicht mehr so wie mal war. Und ja, ich finde Google immer noch mehr gut als böse.

Meine Gerätschaften analog:
Zuallererst: Ein Tisch. Wenn ich richtig arbeite, brauche ich den, obwohl ich das am Laptop mache. Auf dem Lap geht nur im angelehnten Liegen (so wie jetzt gerade), im Sitzen finde ich das unbequem und es sieht bei anderen immer so traurig aus, wie muss es da erst bei mir aussehen? Dazu oft irgendwelche Zettel und Stifte, die ich mir zusammensuche und hoffe, sie auch dann wieder zur Hand zu haben, wenn es drauf ankommt. Vor allem das Geschriebene. Es gibt auch ein Notizbuch, aber wo ist das jetzt grad wieder? Und eine To-Do-Liste.

tisch

Wie verwaltest Du Deine To-do-Liste?
Ein gelbes Klemmbrett von Semikolon mit einem DinA4-Blatt pro Woche (draufgeklemmt auf die der Vorwochen), das ich versuche zwischen Sonntagvorabend und Montagmittag zu bestücken, und zwar höchstens die obere Hälfte. Sonst schaff ich das eh nicht.

In der linken Spalte was zu tun ist, in der rechten wen ich erreichen will – per Mail, Telefon, Post. Die wichtigsten To-Dos werden montagmorgens eingekringelt und hoffentlich montagabends durchgestrichen. Am nächsten Morgen wird weitergekringelt.

Bei größeren Sofort-Projekten mit mehreren Leuten gibt es eine Extra-Liste. Und in wilden Wochen auch noch ein geknicktes DinA4-Blatt (4 Seiten für 4 Tage, einen versuche ich zu knicken) nach dem selben Prinzip – höchstens halbvoll, links Jobs, rechts Mails

Meine Arbeitsweise in einem Wort (na ja):
im Fluß

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?
Ein großer leerer schöner Tisch im Licht, auf den ich im Laufe der Arbeit mein Chromebook, etwas zu trinken, Zettel, Stifte lege, nie was zu essen. Und am Ende wieder alles wegräume, weil es auch ein Esstisch ist. Welcher von beiden es ist, hängt von Tag und Arbeit ab. Esstische weiter weg nehme ich nur zum Essen und Trinken – was aber auch meine Arbeit sein kann.

laptop

Wo sammelst du deine Ideen?
Vor allem im und am Wasser – Dusche, Wanne, Schwimmbad, See. Eben im Fluß, gerne auch im Mainstream.

Was ist dein bester Schleichweg um Zeit zu sparen?
Nichts tun

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gadget, ohne das du nicht leben kannst?
Eine gute Kamera, wie ich immer mehr an ihrem Fehlen merke; so sehr ich die Direktheit des Smartphones schätze, inzwischen will ich mehr. Diese neuen Wifi-Geräte von Samsung und Sony machen mich froh, so lange ich nicht auf den Preis schaue. Aber mein Freund der Fotograf sagt, dass meine Bilder dann anders würden und er meint nicht, besser.

Was kannst Du im Alltag besser als andere?
Alleine in Ruhe essen.

Wowa

Was hörst Du beim Arbeiten?
Beim Schreiben nichts, auch kein Telefon und die aus ihm entstandenen Geräte und Dienste. Beim Kochen seit letztem Samstag Schallplatten.

Wie hast Du’s mit dem Schlafen?
Mein Ideal ist, zu schlafen, wenn ich müde bin. Zum Beispiel nach einem guten Mittagessen für ein Weile mit dem Kopf auf den Armen. Oder mit dem Rücken auf einer Wiese. Am Abend schlafe ich auch gerne ein, werde manchmal mittendrin wach und notiere mir was. Dann werde ich wieder wach, wenn ich ausgeschlafen bin. Das ist zwischen sechs und acht; mein Smartphone stelle ich mir, wenn ich Termine vor neun habe, was ich vermeide; aber dann werde ich auch vor dem Singen wach.

Eher introvertiert oder extrovertiert?
Nach innen introvertiert, nach außen extrovertiert

Ich würde gerne die Antworten hier zu lesen von….
Queen Elizabeth, Pep Guardiola, meiner Liebsten, meinen Katzen. Und von missesdelicious von deliciousdays – aber die macht das ja auch nicht.

Der beste Rat den du je bekommen hast?
“Ja, so ist es.” Auf englisch: “So just fuck it.”

Noch irgendwas wichtiges für uns?
Arbeiten ist zu wichtig, um es ernst zu nehmen.

pig

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Verstört in Berlin

Berlin stört. Das seh ich gleich, als ich am Busbahnhof ankomme. Erstmal liegt der weit draußen am Rande der Stadt (im schönen München liegt er hübsch mittendrin), dann ist dort alles wirklich sehr hässlich und selbst die doofe S-Bahn fährt hier bloß im Kreis statt mittenrein. Irgendwann bin ich auch die Texanerin los, die neben mir saß und sich mit meinem Smartphone in die Stadt googeln wollte, aber da läuft der Schweiß schon in Strömen und alles ist sowieso zu spät, das geheime Hinterhofessen hat schon längst angefangen, und ich weiß immer noch nicht, wo das jetzt genau ist – die bis gestern geheime Adresse steckt in meinem saftlosen Smartphone. Das in den nächsten Tagen noch viel früher seinen Saft aufgeben wird. Mensch Berlin, Du störst echt. Und deswegen bin ich auch wieder bei Dir.

Im letzten Jahr hatte ich hier bei der re:publica und in Berlin viele Neues gelernt und Altes verlernt, gute wie verstörende Menschen getroffen, große, reiche Momente erlebt und mich öfter sehr alleine gefühlt, was nicht immer groß und reich war, aber manchmal schon. Und ich hatte meine Brille verloren, schon wieder. Dieses Jahr wird mir am Tag zuvor eine Thrombose diagnostiziert, aber die Woche und speziell das Wochenende waren eh schon so thrombosig, dass ich mir sagee: wurscht, ich will einfach nur hier weg und da hin.

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Von rechts unten nach links oben: 1-3 Vom ZOB München zum ZOB Berlin 4-7 Rollin Restaurant im Mulax 8 Kaffee bei Freunden. Beim Draufklicken werden die Bilder größer.

Und so geht es statt sonntags mit dem Nachtzug montags mit dem Tagbus nach oben, und als im Postpalast die letzten Veranstaltungen beginnen, kommen wir an, und als das Rollin Restaurant im Mulax den ersten Gang angeht, bin ich noch im Herrenklo zum Umziehen und Einsprühen. Dann sitze ich die nächsten beiden Stunden bei einem jungen Männertrio mit einem Herzen für gutes Essen am Tischende und wir esse nach Farben. Fast alles ist vorbereitet, es wird getupft, gespritzt, geschäumt, genebelt auf große Teller mit kleinem Belag, es ist also genau das Gegenteil von dem, was wir im HUKODI machen – und deswegen passt es perfekt.

Vor allem deswegen, weil jeder Gang toll auf dem Teller zusammengeht, was am Ende auch für das ganze Menü gilt. Über Wochen haben sie daran gearbeit, erzählt Paul Fritze danach; denn die hübsche Idee mit den Gängen nach Farben auch geschmackvoll zu machen, das war schwieriger als gedacht. Aber von all dem merken wir nichts, als die Rollköche im Scheinwerferlicht der offenen Küche in aller Ruhe Teller um Teller fertig machen – und als sie dann endlich den Stickstoffgeist aus der Flasche lassen dürfen, ist die Freude auf beiden Seiten des Passes groß.

Den nächsten Morgen vertrödele ich erst einmal in der Charlottenburger Großraumwohnung des Schulfreundes aus Hessen, bei kurzem und gutem Kaffee sowie einem Text über Bohnen, den mein wehes Bein am Wochenende gekickt hatte. Das krieg ich auch dann bis mittags bei der re:publica nicht mehr an Deck, die guten Termine waren am Tag zuvor, doch dafür treffe ich Leute, mit denen ich schon lange mal reden wollte und das dann noch viel länger tue. Da denke ich jetzt noch drüber nach.

Am Abend dann hole ich den Freund weg von Frau und Kindern, er führt mich zu einem der ältesten Italiener der Stadt, der einen französischen Namen trägt, was er aber nicht erklären muss, denn die Spaghetti Amatriciana sind wie bei Papa, die Portion dazu so groß, dass man die italienische Unsitte, das als Vorspeise zu genießen, getrost ignorieren darf. Da der Freund auch Psychiater ist und bei einem seiner ersten Besuche hier eine bedrohlich aktiven Schizophrenen bis zum Eintreffen der Diensthabenden im Zaum hielt, genießt er hier einen gewissen Status – trotzdem sagt niemand Dottore zu ihm, dafür wird bei der Rechnung gefragt, ob man lieber einen Grappa oder einen caffé aus Haus will. Vorbildlich!

Aus soviel Nostalgie heraus entsteht die Idee, den Rest des Abends ins Kumpelnest zu gehen, wozu ich jetzt gar nicht viel mehr sagen will. Nur soviel – als ich nach der zweiten 80′s-Disco-Stampf-Musikschleife vom Klo zurück komme, ist der bis dahin leere Laden plötzlich rappelvoll und der Sound tiefschwarz, und wenn mein Bein nicht…

Berlin2
Von rechts unten nach links oben: 1-3 Morgenkaffee, Treppenhaus und schwerer Kater in Charlottenburg 4-5 Express und Espresso auf der re:publica13 6-8 Hessenessen mit Chris Kurbjuhn und Gabi Sikorski

Mittwoch dann einen japanischen Newsletter geschickt, auf dem Weg zum Geschehen gelesen, dass man mich in Hamburg erwartet hat und dann statt Laptopyoga den Cyberpunk Express genommen. Auch sonst ging es rauf und runter an diesem Tag; von einem sonnigen Apfelweinmittag im Biergarten der Hessischen Landesvertretung, der viel zu kurz war, um gleich zwei Bigger-than-lifes auf einmal zu erleben; über eine so charmante wie uninteressante Einführung in den Open Journalism (Grundfrage: Was muss er für Kollegen kennengelernt haben, dass er so viele Selbstverständlichkeiten des guten Journalismus für völlig neu hält?); bis zu einem Sightseeing-Abend lost in transportation zwischen Brandenburger Tor und daheim, der viel zu lang war, um sich nicht klein und allein in der großen Stadt zu fühlen.

Am nächsten Tag dann – Himmelfahrt. Und wie ich so nach oben schau, seh ich das Cafe Kranzler und denk, bohemisch frühstücken kann ja hier jeder, ich will jetzt mal ein bisschen wahre Geschichte. Es ist zwar schon kurz nach zwölf und das Frühstücksbuffet schon abgeräumt, dazu nieselt es draußen, dass selbst die rotweißen Markenmarkisen ihre Mühe haben Freude zu verbreiten, aber die Croissants sind schmal und knusprig, die Butter eine gute und hinter mir freuen sich sechs Ungarn so bei Torte, Kognak und Kaffee, dass ich gleich mitbeschwingt bin.

Berlin3
Von rechts unten nach links oben: 1-3 Mit viel Farbe und Power gegen Nieselgrau in und vorm Cafe Kranzler 4-6 Berlin vom Rad gesehen 7 Das Schnurrbad 8 Auf Wiedersehen

Und so schnappen mich unten auf der Straße auch eine Handvoll Superhelden und lassen mich hochleben – Himmelfahrt ist auch Vatertag und im Laufe des Tages werden die Kostüme immer schlechter, aber da bin ich schon fast in Sicherheit. Vorher hole ich mir wie letztes Jahr vorm 1. Mai ein Fahrrad beim Vietnamesen direkt unterm Fernsehturm und radle zur Spree in Richtung Kater Holzig, wo es ein Schnurrbad geben soll.

Das alles zu erklären würde zu lange dauern, am Ende war es jedenfalls so: Ich eier um drei in eine verlassene Baustelle rein, mittendrin am Fluss eine Art Sperrmüllfort mit Stacheldraht und ohne Eingang, über das langsame Trancebeats zu mir runter schweben. Ich leg mich davor in die Sonne an den Strand, wo unter anderem ein Patrouillenboot wie aus Acopalypse Now, ein schwimmender Wohnwagen mit Käselöchern und einer Sexpuppe als Gallionsfigur sowie ein Kutter mit Boxen so laut und groß wie Flugzeugdüsen vorbeikommen.

Um kurz nach vier klopf ich an die Bretterwand, eine Tür geht auf und Olaf schaut raus, ob ich in die Sauna wolle? Genau. Und dann bin ich drin im Fort und in einem Second-Hand-Bademantel aus blauem Samt, Olaf heizt noch mal den Saunawagen ein und dann gibt’s Aufguss satt, mit Sandelholz und Minze. Abkühlen in der Surrounddusche in einem alten Fass, Ausruhen auf den Balken direkt an der Spree, wo die Touristenschiffe kreuzen und ich als echter Berliner Chiller auf vielen Photochips festgehalten werde.

Nach drei Gängen und zwei Stunden ziehe ich mich wieder an, außer mir war sonst keiner da, nur ein Amerikaner mit einer Hasselblad kam kurz mal rein und machte Bilder, ob ich was dagegen hätte…? Neinein, was dann auch gleich seine Frau und Tochter wahrnahmen, da scheint mir eine ordentliche familiäre Konkurrenz vorzuliegen. “Die da draußen haben sich alle zugekloppt, und Du hast Dich hier drin entgiftet”, sagt Olaf, und bietet mir einen Zug von seinem Joint an, die Masseurin schließt ihren Zirkuswagen auf und ich sag zu ihr, “beim nächsten Mal dann.” Radel das Rad zum Alex, esse ein Wurst bei Curry36, packe mein Köfferchen in den Nachtzug und ratter heim in den Regen von München. Schön verstört.

Und weil’s doch so schön war: Das ist das Schnurrbad vom Kater Holzig.

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Sosososo: Verrichtung+Menü mit Ruth Geiersberger am 17. Mai

+++ Schade für Euch, doch eine Freude für uns – wir sind ausgebucht!+++
+++ Schade für Euch, doch eine Freude für uns – wir sind ausgebucht!+++

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Geschätzte Gäste,

alles freu macht der Mai. Und nachdem uns Stevan Paul mit seinem Schlaraffenland vor gut zwei Wochen schon einen Herzenswunsch von den Augen abgelesen hat (ja, auch die Metaphern schlagen jetzt aus), freuen wir uns jetzt, Ihnen einen anderen schon lange erwarteten Gast geben zu können: Ruth Geiersberger lädt zur Japanischen Begegnung ins HUKODI am nächsten Freitag, den 17. Mai. Mit Texten von Yoko Ogawa, mit Heimatmusik aus der Fremde, mit einem japanischen Hausmenü.

Seit Sebastian Dickhaut mit der Schauspielerin, Stimmkünstlerin und Performerin vor der Staatsoper gecampt und gekocht hat (schauen Sie hier), haben beide an einer neuen Begegnung von Kunst und Kochen gearbeitet. Aber damit das was wird, musste die Geiersberger erst auf Expedition nach Japan, um die ihr so nahe Ogawa zu finden. Und erlebte das Seelenland Sebastians ganz anders (hier Ihr Feature dazu bei Bayern2). Wie anders und vertraut Japan ist, darum geht’s an diesem Abend voller Überraschungen. Fest steht immerhin, dass beide gute Gastgeber sind und dass es das zu Essen gibt:

Wundertofu Tokyoto
Lassen Sie sich überraschen…

Sososo-Makrele mit Ingwergurken
Koteletts vom Maifang in einer Soße aus Soja und Miso mit japanischem Gurkensalat

Erdbeertörtchen
Sie werden schon hören warum..

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Dazu gibt es an der Bar feine Ösiweine und Säfte, bestes Giesinger Bier und guten Kaffee. Das Essen kostet Sie 28 Euro, der Eintritt nichts, die Bar ist ab 19 Uhr geöffnet. Also, wenn Sie Lust haben auf ein japanische Wunderwerk mit viel Sosososo und auch ein bisschen Hihihi, seien Sie uns willkommen. Reservierungen bitte direkt auf dies Mail oder unter hukodi@sebastian-dickhaut.de Und das gibt’s auch noch im Mai im HUKODI:

“VEGETARISCH VOM FEINSTEN – der Küchengötterkochkurs für Frühlingsgenießer am 16. Mai. Ein paar Plätze haben wir noch! Hier erfahren Sie mehr und hier können Sie sich anmelden.

Arigato

Ihre HUKODIs

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Stevan Paul bringt sein SCHLARAFFENLAND am 24.4. ins HUKODI

Schlaraffenland2

Geschätze Gäste, Leserinnen, Leser,

wir haben uns in den letzten Wochen ein wenig frei gemacht, die Welt angeschaut – und das Schlaraffenland entdeckt. Und das kommt nun am 24.April ins HUKODI. Stevan Paul bringt es uns, ein Freund des Hauses, der wunderbar kochen, schreiben und erzählen kann. Das alles hat er zusammengebracht in seinem neuen Erzählband “SCHLARAFFENLAND”: Geschichten vom Oberkellner Adam und der Kantinenköchin Herta, vom Zauber des Kochens und der Poesie des Servierens, von Hackfleisch zum Verzweifeln und Milchreis zum Trost. HUKODI-Chef Sebastian Dickhaut kocht dazu sein Menü der Freude im April, inspiriert von den Rezepten des Buches und froh darüber, Stevan endlich in seiner Werkstatt begrüßen zu dürfen.

Soweit die guten Nachrichten. Nun ist es so, dass die Stevan-Paul-Freunde in und um München schon früh Wind davon bekommen haben und eigentlich schon alle Plätze weg waren, bevor wir es Ihnen, den HUKODI-Freunden, überhaupt sagen konnten – wir waren weg, wie gesagt. Drum haben wir ein wenig aus- und umgeräumt, und jetzt ist wieder Platz bei uns. Wenn Sie es also gerne nah und gemütlich haben, feines Essen auf die Hand mögen und guten Geschichten haben möchten von jemandem, für den sogar Vincent Klink schwärmt “Man lese besser dieses Buch und nichts als dieses Buch” – dann sichern Sie sich mit einer Antwort auf dieses Mail oder an hukodi@sebastian-dickhaut.de Ihren Platz. Und das gibt’s zu essen:

Jakobsmuschel grün
Mit Gurke, Alge, Wasabi und was sonst noch gut und grün ist

Geschmorte Ochsenbacken mit Ofenpolenta
Das Fleisch in einer Sauce voller Wein und Würze, der Maisgrieß in etwas Sahne unter gutem Käse

Milchreis zur Sehnsucht
Wie bei Muttern oder wen ihr sonst in Eurem Herzen habt. Mit Heidelbeerwein und indonesischem Wunderzucker

Lesung mit Menü kosten 28 Euro, wir öffnen um 19 Uhr, serviert und gelesen wird ungefähr ab 19.30 Uhr. An der Bar gibt es feine ÖSIWEINE und Säfte, bestes Bier vom GIESINGER BRÄU sowie guten Kaffee. Und ab 22 Uhr ist für alle geöffnet.

Wir freuen uns auf Sie

Sebastian Dickhaut und die HUKODIs

P.S.: Wenn Sie mit Freunden, Familie oder Kollegen im vertrauten Kreis feiern wollen, kümmern wir uns da auch gerne drum. Ob Menü oder Kochkurs, ob Workshop oder Feier mit Gesang – melden Sie sich einfach.

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“SCHLARAFFENLAND” von und mit Stevan Paul
Lesung mit Menü im HUKODI
am 24.4. ab 19 Uhr für 28 Euro
Untere Weidenstraße 14, Untergiesing
Reservierung hukodi@sebastian-dickhaut.de
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Oh wie schön ist Indonesien

Jakarta? Jabistduwahnsinnig!” übersetzte ein Bekannter, als ich ihm von meinem indonesischen Hauptreiseziel erzählte. Als er da war, hat er sich kaum aus dem Hotel rausgetraut. Zu laut, zu voll, zu krass. Fand ich grad klass, allerdings find ich auch Tokio toll und Sydney ist für mich immer noch das tollste an Australien und Frankfurt… ok, ich komm halt von da. Der Bekannte aber ist mehr Ibiza in den Siebzigern und hatte in Jakarta außerdem weder Oase noch gute Führung. Die bei mir so gut war, dass sie wusste – man muss auch mal raus aus der Stadt, um sie wieder zu mögen.

Sunrise

Und so packten wir eines späten Abends nach einem Clubkonzert in Chinatown die Saxophonistin ein und fuhren quer durch die javanische Nacht auf 2000 Meter überm Meer, wo wir bei einem Pausenkaffee nicht nur die Teletubbies trafen, sondern auch eine lustige Frau, die uns schwuppdiwupp eine Pension, einen Schwefelsee und einen spektakulären Sonnenaufgang besorgte. Für den mussten wir am nächsten Morgen um vier aufstehen und eine gute halbe Stunde halsbrecherisch durchs Stockdunkel hinter einem Moped herholpern und dann noch mal eine gute halbe Stunde einen Weg hochstolpern, zum Glück ohne zu wissen, wie steil es nur einen halben Meter neben uns runterging. Ich überlegte dafür, was das mit diesem “Sunrise” werden soll (mehr verstand ich nicht aus den vielen Gesprächen), wenn doch kein Stern am Himmel und alles am Nieseln war. Bis wir dann plötzlich über den Wolken standen, siehe oben. Und noch mehr unten. Weiterlesen

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Oh wie schön ist Jakarta

“Das Abenteuer liegt ums Eck” ist eine der hier geprägten Mittagessensweisheiten, die inzwischen fürs ganze Leben gelten. Wie an diesem Tag im Mai, als ich nach einem Familiengeburtstag doch noch ums Eck in den Squash Palast von Fürstenfeldbruck ging, wo ein Freund zur Jam-Session lud. DAS erkläre ich ein anderes Mal, weil wichtig ist jetzt nur, dass ich an diesem Abend jemanden so gesehen, gehört und gesprochen habe, dass daraus ein noch größeres Abenteuer wurde. Und das hat mich zuletzt nach Jakarta verschlagen, wo ich fast drei Wochen mittendrin verbrachte in dem herrlichen Chaos, das diese Stadt nun mal ist. Herrlich auch deswegen, weil mein Mittendrin eine Oase war und ich gute Führung hatte zu jeder Menge Abenteuern ums Eck.

1Lunch

Und das ging gleich mit dem ersten Mittagessen los. Aus Gründen, die unwichtig sind, war ich am ersten Tag vom Aufwachen bis zum Abend alleine in der Oase, nur ein paar Angestellte huschten umher, wir verstanden uns nicht. Ich fühlte mich trotzdem schon aufgehoben, nur gegen zwölf wurden Hunger und Neugier so groß, dass ich vors Tor ins tobende Leben ging – das sofort gefror, jeder schaute mich an, ein Ausländer! Ich nach links und noch mal nach links in eine schmale leere Gasse, in der ein Suppenwagen den Lehmweg hochbollerte. An dem ich mir die Schale Bakso Malang in der Bildleiste oben rechts organisierte. Kaum hatte ich die auf einem Mäuerchen gegessen, kam ein Radfahrer mit einer Kühlbox voller Eis am Stiel auf dem Gepäckträger vorbei – Nachtisch! Und ich sagte mir, hey, das ist meine Stadt. Meine Schlaraffenstadt. Weiterlesen

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