Sauerkraut mit Hans Hollweck

Freitag, 3. Februar 2012

Ein Donnerstagmittag
beim Rottler am Münchner Viktualienmarkt

Woher kommen Sie?
Na, die drei Meter von da vorne von meiner Theke.

Was gibt’s zum Mittagessen?
Jetzt ess ich hier mein rohes Sauerkraut.

Warum?
Weil mir das grad gut passt und weil ich im Urlaub in der Provence war, viel gegessen mit Trüffeln und so, und jetzt muss ich abnehmen. Und ich ess das hier, weil ich heut den ganzen Tag hier am Stand sein muss, so kurz nach dem Urlaub ist viel zu tun. Da vorne darf ich es nicht essen, wegen der Hygiene, also mach ich das hier hinten.

Wie schmeckt’s?
Magst probieren? Dann weißt Du’s selber. Also, das ist ein angenehm mildes Sauerkraut, dass sehr gesund ist. Drum verkauf ich das auch hier.

Werden Sie das wieder essen?
Hin und wieder schon. Oder auch mal einen von meinen eingelegten Schafskäsen oder von den Oliven. Oder ein Brot mit Tapenade oder mit der Auberginenpaste.

Wo geht’s jetzt hin?
Wieder die drei Meter nach vorne, weiter machen, Kräuter bündeln.

Hans Hollweck ist Inhaber der Rottler GmbH

Rottler GmbH
Viktualienmarkt 9-11, München-Zentrum
Tel. 089-266136
Mo, Di, Do & Fr 7-19 Uhr
Sa 7-16 Uhr, ab Juli bis 17 Uhr
Mi Ruhetag
www.rottler-gmbh.de

Wiener Schnitzelchen mit Lea

Donnerstag, 2. Februar 2012

Ein Mittwochmittag im HUKODI in München Untergiesing

Woher kommst Du?
Vom anderen Ende des Tisches.

Was gibt’s zum Mittagessen?
Schnitzel mit paprikafreiem Tabbouleh und schockfritierter Petersilie.

Warum?
Weil der Chef das zu Mittag gemacht und mitgebracht hat.

Wie schmeckt’s?
Das Schnitzel ist perfekt und die schockfritierte Petersilie ist saulecker.

Kommst Du wieder?
Jeden Mittwoch.

Warum?
Weil ich hier arbeite und esse.

Was machst Du jetzt?
Ich hab grad nicht aufgepasst, was hast Du gesagt? Ah – Espresso kochen,
und mit dem stellen wir uns dann an die Straßenecke in die Sonne und schauen, was kommt.

Wiener Schnitzelchen in Bildern


Kalbsschnitzelchen aus der Oberschale (ein Rest vom Ragout Fin vom Vortag,
das kommt noch) werden nach dem Flachklopfen (zwischen Klarsichtfolie) gesalzen,
in Mehl, in mit Öl verschlagenem Ei und in Semmelbröseln gewendet.


Dann werden sie in einer Pfanne, fingerbreithoch gefüllt
mit halb Öl halb Butter, gebraten.


Anschließend auf Küchenkrepp kurz abfetten lassen…


…und mit schockfritierter Petersilie servieren – dazu werden
Petersilienblätter kurz ins heiße Schnitzelfett geworfen,
was zu kleinen Explosionen und Verschreckungen führen kann.
Wen sich die Panierung so schön abwellt wie hier,
hat man alles richtig gemacht. Das genau Rezept gibt’s hier.


Danach einen Espresso in der Sonne…


…und schauen was kommt: Vier Männer und ein Kärcher,
im Schatten nähert sich der Braumeister vom Giesinger Bräu.

Grünkohlcurry mit Meine Familie & ich

Mittwoch, 1. Februar 2012

Ich bin ja schon ein bisschen stolz drauf, auch nach Jahrzehnten noch zu wissen, wo ein Rezept von mir veröffentlicht wurde. Erinnere ich mich an was Spezielles, erinnere ich mich auch an das Wo. Wie beim Grünkohlcurry von gestern, das hatte ich mal vor gut zehn Jahren für Meine Familie & ich in einer Kohlstrecke veröffentlicht. Dachte ich.

Stimmt eigentlich, nur ging das ganz anders als das kürzlich gekochte, das nicht so ein großer Erfolg war. Das hatte ich aus der Erinnerung nach Thai-Art gemacht – Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Currypaste im dicken Rahm der Kokosmilch angeschmort, dann blanchierten Grünkohl darin angedünstet, Kohlsud und Restkokosmilch dazu und geschmurgelt, bis es noch etwas Biss hatte. Das Ergebnis – kennen wir.

Das golden in meiner Erinnerung schmorende Grünkohlcurry war aber eher ein indisches mit Currypulver, Linsen, Joghurt und Schwein. Klingt auch verwegen, war aber fein. Hier das Rezept. Wer mag, kann es zum Mittagessen kochen und dann die Mittesser befragen – das Ergebnis wird dann hier veröffentlicht. Gerne auch mit Bildern.

Schweinemedaillons mit Grünkohl-Curry

800 g Grünkohl, Salz
100 g getrocknete rote Linsen
80 g Sultaninen
1 weiße Zwiebel
2 EL Butterschmalz
2 EL Curry
1 Stück Zimtstange (4 cm)
2 EL Mango chutney
100 g Joghurt, Pfeffer

1. Grünkohl von den Stielen befreien und in Salzwasser in etwa 5 Minuten knackig kochen. Kurz mit kaltem Wasser abrausen, ausdrücken und grob hacken. Etwa 400 ml Kohlsud aufheben. Linsen in einem Sieb kalt abbrausen, Sultaninen ebenso.
2. Zwiebel schälen, würfeln und im Butterschmalz glasig braten. Curry kurz mitbraten, dann mit dem Kohlsud ablöschen. Linsen samt Zimtstange darin 5 Minuten kochen. Grünkohl zugeben und in etwa 20 Minuten bißfest garen.
3. Sultaninen, Mango chutney und Joghurt zugeben, 1 Minute mitgaren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zugedeckt durchziehen lassen. Die Zimtstange entfernen. Schmeckt gut zu Schwweinefilet und Basmatireis.