Aus der Speicherkammer: De-Lite Lamm Curry

Achtung: Wer lieber fern schauen statt viel lesen und linken will, kann gleich an den Ende des Textes gehen, von wo aus es in unser Podcast-Kochstudio ums Eck geht. Obwohl, eigentlich können wir auch gleich hier das Türchen aufmachen in die Wunderwelt von Food & Web. Und wer mehr dazu wissen will, der liest jetzt weiter.


Sommerliche Beerenauslage im Gmiaskastl

Wenn München der Bauch Deutschlands ist, dann ist Haidhausen sein Nabel. Zumindest in meiner Welt: Gehe ich vor die Tür des Kochbüros, warten schräg gegenüber auf den Punkt gereifter Ziegencamembert und selbst gekochter Grießpudding beim Käs Müller auf mich. Eine Straße dahinter kann ich russisch kaufen und daneben von Konditor Mikschs Hand gemachte Ingwerpralinen, die bis nach Amerika verschickt werden. Ums Eck davon liegt Münchens erster und schönster Bioladen Lebascha, und gehe ich bei mir ums Eck am Kaufhaus des Ostens vorbei, leuchten mich derzeit wie Bonbons alle guten Früchte des Sommers vorm „Gmiaskastl Wagner” an, was mir jeden Weg zum Viktualienmarkt erspart (Details demnächst).


Kaffemahlwerke und mehr bei Grenzgänger

Gehe ich am spanischen Weinladen am anderen Eck vorbei und passiere den Kaffeemann mit seinen 20 Mahlwerken, für jede Bohnensorte eines, komme ich zur Kinderküche (die bald eine Filiale aufmacht – in Hamburg Eppendorf). Und dann ist da noch der Bäcker Schmidt. Und die Metzgerei Vogl. Und die Fischerei L’Ocean. Und Münchens höchster Dichte an französischen Lokalen und asiatischen Läden in Haidhausen. Und auch virtuell versorgt unser Viertel unsere Stadt und unser Land aufs Beste: Ein paar Schritte weiter hinterm Kaffeemann kann ich das Küchenfenster von delicious:days sehen, hinter dem Deutschlands weltweitester Foodblog gekocht wird. Gehe ich am Weinladen um ein paar Ecken und über ein paar Treppen, bin ich irgendwann in der Küchen von De-lite Fun Cooking (= Lecker Lustig Kochen), in die man alle ein bis zwei Wochen per Food Podcast (= Internet-Kochsendung zum Runterspeichern) schauen kann, wenn Alex Krause und Robert Eberhard in ihrer Speicherkammer Rezepte ausprobieren – mal selbst erfunden, mal aus einem Kochbuch (z. B. aus meinem neuen „Wie koch’ ich…?”) und auch mal mit einem Gastkoch. Der war beim letzten Mal ich.

Ehrlich gesagt – die Folge 8 mit Schnitzel und Kartoffelgratin aus „Wie koch’ ich…?” war nicht mein größter Brenner in der Delite-Serie, was vor allem damit zu tun hat, dass ich die Rezepte ja ganz gut kenne. Dann aber freute ich mich kurz vor meiner Londonreise über ihr Special (Folge 13) zu dieser Stadt und wollte auch so was machen: Wir laufen rum, kaufen ein und reden, dann wird gekocht. Das haben wir dann letzten Montag gemacht: ein Frühstück im Süß Sauer Salzig eingelegt (Mutprobe – Außerhausfrühstück ist für mich schlimmer als Brunch), viel Spaß im Gmiaskastl gehabt und dann ein klassisches Lammcurry mit Tomaten und Nektarinen gekocht, weil es so schön indisch-englisch ist, weil die Combo Thai-Currypaste+Kokosmlich eh viel zu überschätzt wird und weil ich noch ordentlich 1001-Limettencurrypulver von der Spice Night in der vorletzten Woche in der Tasche hatte.


Lammcurry mit Nektarinen bei De-lite Fun Cooking

Nun will ich gar nicht mehr viel erzählen, nur dass es zum einen richtig schön podcastig war („Mehr Licht? Hol mal den Deckenfluter rüber. Ach so, da steckt schon die Kamera in der Dose? Dann schieb halt die Küchenzeile ans Fenster.”), die beiden „verrückten Spinner” (Eigenwerbung) durchaus zahm, wirklich lustig und ziemlich neugierig auf gutes Kochen und Essen sind. Und dass sie wissen, was sie wollen: Auf meine Anregung, die olle Nummer mit dem Reis doch wegzulassen und dafür mehr von unseren tollen Gesprächen übers Kochbuchmachen und Mittagessen rein zu nehmen, kam ein: „Nö!” Und dann ein „Aber”, gefolgt von einem: „Da machen wir lieber eine extra Folge draus.” Jetzt aber erst mal der Link, der nach den vielen anderen hier eigentlich zählt: De-lite Fun Cooking Special mit Lammcurry, dem tollen Reis und mir. Zum Runterladen hier. Und das Rezept steht hier.

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8 Antworten auf Aus der Speicherkammer: De-Lite Lamm Curry

  1. Alex sagt:

    Hi Sebastian,
    ich wollte nochmal unterstreichen, dass der Dreh letzte Woche einen riesigen Spass gemacht hat! Und da mir selbst manchmal das Nudelwasser anbrennt, konnte ich beim Schnitt die Reiszubereitung einfach nicht weglassen :-) Ausserdem war das bislang unsere lehrreichste Folge überhaupt….

    Mittagessen rocks!
    Alex@DE-LITE

  2. Robbie sagt:

    Servus Sebastian,

    da kann ich mich den Worten meines Vorbloggers nur anschließen! Der Dreh war wirklich super spassig, das müssen wir unbedingt wieder einmal machen! Ich bin schon auf der Suche nach ‘nem guten Metzger, der mir ein leckeres Lammfleisch über die Theke reicht ;-) Ich muss das unbedingt nachkochen.

    Also pfiadi bis zum nächsten mal!

    Robbie

  3. Richard sagt:

    GOTTSEIDANK
    back to the roots? oder – auf jeden fall machte es mir wieder den unheimlichen anfangsspass, die letzten tage zeit in das lesen zu investieren. DANKE. italien und fussball war ja auch nicht schlecht aber trotzdem im osten bis zur isar mit kleinen nebengeräuschen wie max, det isses
    Richard

  4. SEBASTIAN sagt:

    GOTT, Richard? Ach ne, danken wir mal lieber einer guten Mischung aus Lesermeinung und Schreibereigenheit, die sich durchaus auch mal wieder den abseitigeren Dingen des Essens zuneigen kann. Wenn vielleicht auch nicht so dauerhaft wie zuletzt. So oder so – Dein gut informierter Dank freut mich, so wie es auch Elkes Kritik getan hat. Und natürlich der Long Lunch mit Euch, Alex und Robbie – mal sehen, was wir als nächstes machen.

  5. Pingback: rettet das mittagessen » Blog Archive » 17: French Brunch

  6. Hans sagt:

    Der De-Lite Lamm Curry sieht sehr lecker aus. Mir schmeckte der Lamm-Curry mit Kardamom von genussmousse (http://genussmousse.twoday.net/stories/3639280/) auch sehr gut!

  7. Pingback: rettet das mittagessen » Blog Archive » Kochbüro sucht neue Mieter

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