11: Münchner DreiTageEssen, zweitens

Hm. Bei Fortsetzungsgeschichten stößt das Blogsystem an seine Grenzen, da es zum einen von dem aktuellen Eintrag ganz oben nach unten in die Vergangenheit zählt, während der Eintrag selbst ganz klassisch oben beginnt und dann nach unten in Richtung Zukunft eilt, wie sich hier an den Uhrzeiten besonders schön ablesen lässt. Und dann passiert, dass am Ende das Schlussbild vom Sonntagabend direkt aufs Anfangsbild vom Freitagmorgen stößt. Was andererseit wiederum sehr gut zum Bild des Dreitagerennens mit seinem ewigen Kreisen passt. Wer jetzt erst einsteigt: Hier ging es los. Wer da schon dabei war: Jetzt geht es weiter.


Samstag, 9. Dezember 2006, 10.24 Uhr: + angebrannter Buttertoast mit Quittengelee FFB, daheim


12.48: ++ Nespresso Ristretto mit Weihrauchschokolade am Küchentisch bei der Mittagessensplanung


15.02: ++ Mittagessen – Kokosschmarren mit Ananaskompott (Testrezept für einen Weihnachtsfeierkochkurs am Freitag, bei dem es auch die Ente ? la gestern gibt. Für noch ein + muss weniger Zitrone und Ingwer an den Kompott)


16.29: +++ Brombeerbusserl mit dem Jüngsten und Spongebob – delcious made, jedoch leicht lädiert durch den gestrigen Transport von der Messe nach Haus


18.44: ++ ein Bissen von der Nachbarins Schnitzel mit Pommes im Tennisheim (ich hatte zwei Portionen Schmarren)


19.53: + Paprikachips im Tennisheim (fettreduziert, dafür ok)


20.26: + Clementine o. ä. im Tennisheim


21.54: ++ Käseteller im Daheim


22.30: + Nespresso Volluto und ++Zartbitterschokoalde mit Rosa Pfeffer von der österreichischen Konditorei Bachhalm, von der auch die Weihrauchschokolade von gestern war, außerdem machen sie da noch so Sachen mit ein- oder aufgelegten Blättern von Flieder, Minze, Rose, Veilchen oder aufgestreutem (gefriergetrocknetem?) Beerengranulat, was in den Verpackungsrahmen der Tafeln wirklich sehr schick aussieht, einen aber erst mal raten lässt (Auflösung auf der Rückseite). Dann gibt es auch Weiße Schokoladen mit Fruchtaromen, aber nicht alles kommt im Geschmack an die Schönheit heran, was wir dank der Großzügigkeit des Herrn Stolberg gestern herausfanden (der beim Vergleich seiner Weißen Brombeere mit Caramac nicht zuckte, sondern nickte, die mochte er auch früher – nächster Pluspunkt für das Geständnis, nicht schon mit der Zotter Gold im Mund auf die Welt gekommen zu sein). Würde gerne mal die Vollmilch mit Meersalz testen, die schon bei Leyseffier interessant ist (hat was von Daim), aber er hat sie nicht da. Die mit Rosa Pfeffer ist mittel, die Beeren werden leicht trocken und geschmacklos an der Oberfläche, anders als bei der Dolfin-Version mit den Beeren in der Schokolade. Notiz vorm Zubettgehen: endlich großen Schokoladentest machen!


Sonntag, 10. Dezember 2006, 9.57 Uhr: +++ ein Glas O-Saft im Stehen, frisch gezapft vom eigenen Orangenbäumchen (das in seinem ersten Jahr bei uns zwei Früchte hatte)


10.18: + Adventsfrühstück in der S 8 zwischen Puchheim und Aubing


10.47: + Clementine o. ä. mit Georg Stefan Troller unterm Karlsplatz


12.46: + Beck’s Cacao mit Süßholz (= Lakritzaroma) auf der Food & Life (nach der Diskussion über die Situation des Schulmittagessens in München und dem Rest der Welt, bei der allerdings ein harte Fakten liefernder Part fehlte, nachdem weder von der Stadt noch von sonst einer Behörde oder Schule jemand aufs Podium wollte). So freue ich mich darüber, Ulrike de Vries als Geschäftsführerin von Children for a better world kennenzulernen, die unter anderem die Münchner Mittagessenaktion von Lichtblick und den Basic-Supermärkten tragen. Und der deutsche Slowfood-Chef Otto Geisel berichtet vom Plan, eine Stiftung für ordentliches Schulmittagessen zu gründen, die nah an der Region gutes Essen in die Schulen tragen soll (also nicht nur die Clowns von Eurotoques, die mal eben mit der frisch gestärkten weißen Jacke und Kochmütze vorbeischauen und die Kinder zur Geschmackserziehung ein paar Kräuter schnuppern lassen). Finde ich im Prinzip gut. Nur frage ich mich, wer das hier machen soll, wenn es noch nicht mal ein einziger Münchner Slowfoodie als Zuhörer hier vors Podium schafft, wenn der Boss vom Ganzen das größte Projekt des Vereins vorstellt.

Aber was anderes: Als ich das Foto oben vom Kakao mache, fragen sie mich gleich, wofür ich das verwenden will, weil das müsste ich dann mit den PR-Leuten abklären. Da die Dame sonst aber nett und kompetent ist, deute ich das erst mal nicht als verwirrte Ansicht über die Rollenverteilung zwischen Presse und PR sondern als die übliche Verunsicherung, die von unsicheren PR-Leuten im Hintergrund ausgeht. Später, als ich mir noch eine Packung Beck’s mit Lavendel kaufe (herrlich!), gebe ich ihr meine Rettet-das-Mittagessen-Postkarte. „Das bringt Ihnen nichts bei mir, schicken Sie es den PR-Leuten.” Das bringt mir aber nichts, weil ich will, dass sie es liest. Und mal abgesehen davon: Warum sind die PR-Leute nicht am Stand?


12.51: Pfauenauge zum Lakritzkakao


13.32: ++ Krautfleckerl: Die Messe ist für mich an diesem Sonntag gehalten und wie es sich gehört geht es danach ins Wirtshaus gleich gegenüber, was hier der Stand der Brauerei Aying gegenüber vom Podium ist. Schreibkollegin Ingeborg Pils genießt links das am Vortag von Stefan Marquard empfohlene Hirschgulasch, die Kochkollegin von den pflanzlichen Wela-Suppen goutiert fast vorbildlich eine Kartoffelsuppe (allerdings mit Wienern drin – und nicht mit Rosmarin und Christbaumkugeln, wie mancher denken könnte).


14.57: +++ Letzter Ehrlicher Adler auf der Heimreise in der U-Bahn


18.08: + Apfelstrudeljoghurt beim Arbeitsbesuch im Kochbüro (Joghurttest)


18.59: +++ Gute eingekochte Kartoffelsuppe drunt in der Au…


…serviert in neuer Wohnung von Geburtstagsmann Alex Krause vom Duo de-lite fun cooking (hier mit Partner Robbie Eberhard und Chili-Brownies, +++).


22.38: +++ Frisch gebackene Mozartkugeln aus dem neuen Weihnachtsplätzchenbuch von Basic-Lektorin Tina Kempe zum Betthupferl Espresso


22.55: ++ Chillout bei Nimm2 Lachgummi (Typ Sauer) auf dem Sofa


FEIERABEND

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2 Antworten auf 11: Münchner DreiTageEssen, zweitens

  1. Also das 3-Tage-Essen ist eine wirklich creative Auswahl an Produkten.
    Sie hatten ein paar Highlights unserer Schokoladen ausgesucht, aber z.B. haben sie die rosa Pfeffer
    falsch verkostet.(Diese sollten sie nicht schmelzen lassen, wie z.B. Brombeere,Caramel,usw. sondern zerbeissen,kauen und vermischen,dadurch kommt das ätherische Öl aus der Schinusbeere.(Vorsicht: Unsere Rosa Pfefferschokolade ist für Herrn aphrodisierend- Tipp für Zuhause!!-denn nach dem vielen Essen, sollte man unbedingt Sport machen!Aber kein Problem, wenn sie mal in unserer Gegend sind, macht mein Mann eine persönliche Verkostung unserer Schokoladen.
    LG Silvia Bachhalm

  2. SEBASTIAN sagt:

    Danke für die charmante Beschönigung meines „creativen” kulinarischen Durcheinanders an diesen Tagen, Frau Bachhalm. Da freue ich mich aber, dass Sie schreiben, denn Sie bzw. Ihre Schokoladenmacherei und dem Herrn Stolberg sein SchokoLaden lassen mich wieder an das Gute und nichts als das Gute in der Schokomode glauben – das sind mir nämlich zuviele, die einfach nur teure Kuvertüre mit irgendwas hausmachen und dann handschöpfen, um es von Edelbitterboutiquen…

    Nein, ich bin jetzt still und Sie müssen da nichts zu sagen. Aber ich sag noch, dass mir die Pfefferschokolade nach hinten immer angenehmer wurde, nicht wegen der Wirkung, sondern wegen der guten Grundsubstanz der Tafel. Ich knacke so was auch eigentlich, Schmelzen kommt eher bei Milchschokolade. Was aber auch faslch sein kann. Gerne komme ich zum lernen, wenn auf dem Weg nach Wien. Wann ist eigentlich die beste Tageszeit zum Schokoladeverkosten?

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