_im Rest von Bayern

Schlecht aufgestellt

Dienstag, 19. Januar 2010

19-01-10-Mou1
„Herr Ober, einmal so ein Mou, bitte.”

19-01-10-Mou2
„Das heißt now!”

Getrunken im Fürstenfelder



White Trash Happy End

Donnerstag, 26. März 2009


Nachdem am Morgen der Versuch, ein politisch-kulinarisch korrektes Mohrenkopfbrötchen herzustellen, doch eher scheiterte (die „Bio-Küsse” – auch der Glukossirup ist da öko – waren eine Entdeckung, aber das ansonsten feine Kammutbrot vom Basic kann es bei dieser Combo mit einer Weißmehlsemmel einfach nicht aufnehmen), gab es zu Mittag dann richtigen White Trash: Hot Dogs bei Ikea. Zur Teufelsaustreibung ließ ich mich dann dort mit nichts als einem Lampenschirm in den Händen mit dem Taxi dort abholen – ein einmalige entspannende Erfahrung – und von einem tiefschwarzen und sehr feinen Espresso bekehren, den sie einem am S-Bahnhof Taufkirchen aus dem Kaffeemobil reichen. Am Abend war dann bei gedünstetem Staudensellerie mit Möhrenkäse und Zartpolenta alles wieder korrekt. (Klick aufs Bild für die Details)



Nürnberg ohne bio

Donnerstag, 19. Februar 2009

Die Biofach ist ja sowas wie die Buchmesse der Foodfairs: Es geht zwar ums Geschäft, aber das mit Anspruch und ganz viele der Messemenschen sind aus Leidenschaft in die Branche gekommen, manche bestitzen sie noch jetzt. Die Runden in den Nürnberger Hotellobbys sind vielleicht etwas kerniger und weniger stilbewusst als im Herbst in Frankfurt, aber man sieht den Leuten schon an, dass dies hier eine besonderes Messe ist. Und dank langjährigen Buchmessetrainings habe ich meine Messephobie hier gleich beim ersten Besuch überwunden. Hingekommen bin ich da vor allem wegen Freund Gero aus Japan, der dort für den Makrobiotik-Exporteur Mitoku arbeitet und Michael den Fotografen und mich einst zu einem faszinierenden Hersteller von Tamari geführt hat. Da ich seit kurzem die Phobie vor Messen und sonstige professionellen Ansammlungen wieder mehr pflege, habe ich mir diesmal die Biofach geschenkt und bin einen Tag vorher nach Nürnberg gefahren, um in Ruhe mit Gero über unseren nächste Japanreise im Herbst zu sprechen (die dann erstmals hier begleitet wird).


Und wer ruft mich auf dem Weg zum Frankfurter Würstchen schräg von der Seite an? Kollege Michael, der zu Olympia für die FAZ in Sydney war und jetzt gerade von einem Interview mit den Bayern zurück nach Frankfurt fährt. München-Nürnberg, Kyoto-Sydney – mit einem Wort, großes Globetrotterfeeling im ICE-Bordbistro, so dass ich erst nach dem Essen zum Fotografieren kam.


In Nürnberg geriet ich mit dem sehr gejetlagten Gero erst ins Rotlichtmilieu, das die Stadt eindeutig mehr in die Nähe von Frankfurt statt von München rückt. Aus dem Coffeeshop konnten wir aber nur zwei gelangweilte Schuhverkäuferinnen beobachten, die in zwei Stunden kein einziges Paar verkauften.


Zum Trost ging es in den Herrenkeller, wo es natürlich ein Kellerbier gibt, das extra wenig perlt und schäumt. Nun ja.


Mehr Freude kam bei Sushi Glas auf, wo wir mit zwei Wasabi- und zwei Shoyu-Machern die Theke einnahmen, worauf hin der deutsche Sushi-Chef auf extrem cool machte.


Und als ich sah, dass die Herren aus Japan eifrig die American Rolls ankreuzten, setzte ich auch mehr auf gebratene Lachshaut und frittiere Garnelen, denn den trockenen Thunfisch hätte ich nicht haben mögen. Schmeckte fein, doch ich musste zum Zug…


…und zum Frühstück – Bananenschmarren.