__ICH MACHE MITTAGESSEN

Der 1. Mittagessen-Kochkurs: Bleibt alles in der Familie

Donnerstag, 18. März 2010

Seit knapp einem Jahr gibt es in unserem Hukodi Kochkurse, seit gut einem Monat Mittagessen. Jetzt kommt beides zusammen – bei unserem ersten Mittagessenkochkurs am kommenden Donnerstag, dem 25. März. Da geben wir Antwort auf die Fragen „Wie koche ich für meine Kinder? Was tun mit erwachsenen Essmuffeln? Wie feiere ich ein entspanntes Familienfest? Und was koche ich heute überhaupt?” Nun, um mal mit letzterem anzufangen: Mittagessen. Und zwar einen Vormittag lang vier Rezepte, die zusammen ein schönes Menü ergeben, jedes für sich aber auch für ein Familienessen taugen.

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Gespeist wird das Ganze aus „Basic cooking for family”, dem neuesten Band in der Basic-Reihe, der einen Schatz von rund 160 Rezepten für die Hausküche von heute versammelt. Und der außerdem Antworten auf die restlichen Fragen von oben geben will. Darüber reden wir dann beim Kochen, Speisen und Milchkaffeetrinken ab 9 Uhr, wenn die Kinder in Schule oder Kindergarten sind und wir was Gutes, Schnelles und Gesundes (na klar doch!) vorbereiten. Am Ende kann dann jede(r) selbst entscheiden, ob die Jüngsten zum Essen mit an den großen Hukodi-Tisch kommen oder alles eingetuppert und mit nach Hause zum Mittagessen genommen wird. Auf jeden Fall gibt es für jeden die Rezeptsammlung und ein siginiertes „Basic cooking for family” mit auf den Weg.

Alles weiter steht im Flyer oben und hier, wo Ihr Euch auch anmelden könnt – oder direkt unter hukodiATsebastian-dickhaut.de



Brot Kha Gai

Dienstag, 9. März 2010

Ok, das war wirklich gemein. Bauernbrot und Kokosmilch, zwei leere Schalen und eine geheimnis-volle Gefriertüte, aufgenommen im Abendblitzlicht Stunden nach der Verspeisung – da konnte selbst die leicht zu ratende Restequelle das Resterätsel der Lösung nicht viel näher bringen. Ich fang jetzt mal damit an.

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Da waren einmal die Reste der letzten Freitagsküche: ein Stückchen Tafelspitz, ein Schüsselchen Zitronenlauch und ein Topf voll Tafelspitzbrühe. Dann war die Lust auf was Körperweckendes und Seeleberuhigendes zugleich. Auf Suppe also, asiatische am besten. Und da war diese Gefriertüte im Kühlschrank, wie sie eine Kollegin beim letzten Foodjournalistentreffen uns allen Kollegen in die Hand gedrückt hatte. „Mein Nachbar macht seine Currypaste selbst und hat mich gefragt, ob ich beim nächsten Mal was davon abhaben will”, erzählte sie, und als sie wollte, stand der gute Koch am nächsten Tag mit einem Fünflitereimer roter Currypaste vor der roten Kollegin.

Was der zuviel des Guten und Scharfen war, weswegen ich am Sonntag nach und nach 4 TL von dieser recht fruchtig milden Paste zusammen mit 2 Knoblauchzehen und 1 daumengliedgroßen Stück Ingwer in Würfelchen plus 1 TL fein geriebener Zitronenschale und 1 EL grob geriebener Möhre in 3 EL des fetten Kokosmlichrahms (Dose nicht schütteln!) 5 Minuten leise vor sich hinschmurgeln lassen konnte.

Dazu kamen dann das Schälchen Zitronenlauch, ein Hand voll Tafelspitz in Stücken und 3/4 Liter Tafelspitzbrühe mit der ungerahmten Kokosmilch aus der Dose (so 200 ml), was ein paar Minuten leise köchelte. Währenddessen entwickelte sich eine Variation des Butterröstbrotes vom Freitagscafé, das damals auf den Grund der Tafelspitzsuppenschale gelandet war. Nun schmolzen 2 EL fester Kokosrahm in der Pfanne, da hinein kamen zwei Bauernbrotscheiben, die sich erstmal mit der Kokosmolke vollsogen, um dann im verbliebenen Fett goldgelb zu rösten, was in seinem Automatismus ja schon fast molekulargekocht, auf jeden Fall aber sehr geschmackvoll war und demnächst in seiner puren Form weiter entwickelt wird.

Jetzt aber kamen die Scheiben auf den Schalengrund, die mit dem Saft einer halben Zitrone verrührte Suppe darüber, gehackte Zitronenmelisse darauf und das übrige Ei im Glas vom Freitag ganz obenauf. Und obwohl die Mitesserin sonst Schwemmbrot verabscheut, nahm sie es hier ohne einen Mucks zu sich, was ein klares Lob war. Gern geschehen.

P.S.: Wem das zu wild war, der kann’s auch gerne klassischer haben – im neuen Magazin „Lust auf Genuss – so kocht Asien”, in dem die Bestseller der Küchen Chinas, Thailands, Vietnams und Indonesiens versammelt sind. Mit sehr, sehr schönen Bildern vom Feinschmecker-Hausfotograf Jan Peter Westermann und Rezepten von mir. Die echte Tom Kha Gai ist auch dabei.

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P.P.S.: Wem das zu exotisch ist, hier der Sonntagmittagnachtisch – Pfirsichsahne und die vielleicht noch bessere beste Prinzregententorte Münchens aus einer Giesinger K.u.K.-Konditorei, von der noch berichtet werden muss.



Die 2. Freitagsküche ODER Wir sind alle eine österreichische Familie

Montag, 1. März 2010

Seit heute morgen um halb zehn zieht der Duft vom „extrazarten Tafelspitz” durchs Kochbüro. Fünf Stunden muss das gute Stück im Ofen wallen, bei 100 Grad in einem Sud aus Wasser, Suppengrün und Gewürzen, bis es diesen Titel verdient. Als Ofenkoch, Rindfleischfreund und Beute-Österreicher hat mich dieses Rezept gleich angesprungen, als ich das neue „Basic Cooking for family” ohnehin schon verliebt in den Händen hielt. Da ich mich bei den Basics vor allem um die Texte kümmere, sind die Rezepte von Cornelia Schinharl in druckfrischer Form auch für mich immer eine Offenbarung.

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Und so war der Entschluss schnell gefasst, als es ums Menü für die nächste Freitagsküche jetzt am 5. März ging: Es wird österreichisch. Dafür gibt es wie beim erfolgreichen provencalischen Start persönliche Gründe, schließlich bin ich nach guten 5 Jahren im Burgenland und in Niederösterreich nicht nur mit einem österreichischen Pass nach Deutschand zurückgekehrt, sondern auch mit einem bleiben Faible für die Küche, Weine und Gastfreundschaft von Felix Austrias flacherem Osten.

Dort pflegt man ja noch ein wenig mehr die kleine Kunst des Mittagessens, gerne auch mit einem Gabelbissen zuvor und einer Mehlspeise hinterdrein. Die waren in „Basic cooking for family” auch rasch gefunden, und weil nur ein paar Straßen weiter bester Wein aus Österreich und ums Eck Münchens wohl bestes Bier zu haben sind, wir die nächste Freitagsküche zum echten Heimspiel:

FREITAGSKÜCHE AM 5. MÄRZ UM 13 UHR

Ei im Glas mit Gurken

Extrazarter Tafelspitz mit Apfelgut-Mostarda und Birnenkren

Scheiterhäuflein

Dazu Weine von Ösiwein, Bier vom Giesinger Bräu und Mokka

Alles zusammen für 35 Euro
Fragen und Anmeldung unter hukodiATsebastian-dickhaut.de

Danach wird das Hukodi für alle geöffnet zum CAFÉ+MARKT. Bei gutem Kaffee, ausgesuchten Weinen und kleinen Happen kann man dort unsere Lieblingsdinge entdecken: feine Kost, tolles Trinken, schöne Bücher, Kunst- und Handwerke. Gutes aus der Provence und vom Apfelgut des TV-Kochpaares Meuth-Duttenhofer sind dort ebenso zu haben wie Nicky’s Delicious-Days-Müslis und Dodos kunstvolle Schalen dafür. Gut zu bezahlen und gleich zum Mitnehmen. Und natürlich „Basic cooking for family” von mir signiert.

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So, und jetzt kümmere ich mich mal ums um den Test-Tafelspitz, müsste eigentlich gleich fertig sein. Am besten wäre ja Bratkartoffeln dazu. Und hatten wir nicht noch eine angebrochene Apfelgut-Mostarda? Ob jetzt schon ein Schilcher…

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