„Hey, alles glänzt, so schön neu.
Hey, wenns dir nicht gefällt, mach neu.”
Tja, da hat tatsächlich mal wieder einer geglaubt, dass er aus meiner Seite Hackfleisch machen muss. Und wenn ich keine Kopie davon gehabt hätte, wäre sie wohl auch für immer den Weg des Verderbens über den McDonalds-Tresen gegangen. Aber wisst Ihr was? Das hat mich gar nicht so getroffen. Ebenso wie die Tatsache, dass es eine Woche zuvor die Festplatte von meinem Computer samt Kalender und Adressdateien leer gefegt hat. Weil ich das Gefühl habe, dass sich im Moment eh alles häutet, mich eingeschlossen.
„Brat mir ein Pracht-Steak, Mittag kocht jetzt feinstes Fleisch.
Ich bin das Update, Mittagessen 1.1.”
Schon länger denke ich drüber nach, wie ich das hier neu machen kann bzw. all die Dinge auf meinem Küchenschreibtisch besser zusammenbringen kann. Was man halt so denkt nach weit mehr als 1000 gekochten Mittagessen im nunmehr fünften Blogjahr.
„Ich hab meine alten Sachen satt, und lass sie in ‘nem Sack verroten.
Motte die Klamotten ein, und dann geh ich nackt shoppen.”
Also alles weg? Och nö, das wär’s jetzt auch nicht, dafür ist mir das doch zu sehr ans Herz gewachsen und dazu nimmt es gerade den Weg raus dem Netz in die wahre Welt, was dann ja vielleicht auch hier die Richtung zeigen könnte.
„Die Welt mit Staub bedeckt, doch ich will sehn wo’s hingeht.
Steig auf den Berg aus Dreck, weil oben frischer Wind weht.”
Das schon eher, Herr Fox, zumindest das mit dem frischen Wind, auch wenn ich das mit dem Dreckberg mal lieber weglasse. Nennen wir ihn einfach: Fundament?
„Ich bin euphorisiert, und habe teure Pläne.
Ich kaufe mir Baumaschinen, Bagger und Walzen und Kräne.”
Na, na, das ist vorbei. Weil so die Welt zu retten auch vielleicht zu viel gewollt ist und einem dann eh nur der Kopf platz vor lauter Allesändern. Oder so. Und weil es im Ich-bleib-jetzt-mal-so-Sein immer interessanter wird zu erkennen, wie sich alles andere ändert. Und wenn es nur der eigene Blick aufs Immergleiche ist, dass es plötzlich ganz anders aussehen lässt. Aber vielleicht ist es auch ganz anders:
„Mir wächst ne neue Reihe Beißer wie bei dem weißen Hai.”
Ach, genug für Häute.