_auf Lesereise

ESSEN & LESEN 2008: Party, Food, Snacks, Drinks, Trends

Montag, 20. Oktober 2008

Party: Das gab es bei der Buchmessen-Feinschmeckersause in der Commerzbank

1. Reihe von links: Kräcker mit bergischem Schafskäse und Wildkräuterpesto, Dominostein von Geflügelleber mit Mango, Filotörtchen mit Tatar vom Kabeljau und Radieschenmousse und Forellensandwich mit Steinpilzen und Saiblingskaviar
2. Reihe von links: Pochiertes Bäckchen vom Iberico-Schwein auf Essiggemüse (vulgo: Mixed Pickles) mit gebratener Kartoffel-Oliven-Creme, Strudel von Gänseestopfleber und bergischer Blutwurst mit Selleriepüree und Apfel, Ochsenschulter „Böff de Hohenlohe” in Tauberschwarz geschmort mit Bohnenmelange und Kartoffelpüree mit Tauberhasenmostrich und Geschmorter Shortrib mit Schalottenconfit und Ochsenmark-Sherry-Essig-Jus. Aber es gab noch mehr auf der Messe zu essen. Den gesamten Eintrag lesen »



ESSEN LESEN: Rockstarnacht und Samstagssupp

Mittwoch, 22. November 2006


Nordeutsche Plockfinkensuppe nach Resten des Hauses

Was gibt es Anregenderes und Beruhigerendes zugleich als eine Suppe zu essen, Flüssiges und Festes, Aromen in Substanz und auf der Flucht, festgehalten im Rund des Suppentellers, bereit mich mit Leben und Zufriedenheit zu füllen? Nun, da wäre tatsächlich noch was Besseres: Suppe machen. Samstags am besten.


Wir finden (im Uhrzeigersinn von links oben): Herbstrüben, Ei, Lauchzwiebeln,
eine Birne, luftgetrocknete Salami, Lachsschinken, Bohnenkraut, zwei Möhren.

Es ist Samstag, kurz nach neun, ich werde wach. Gestern um diese Zeit döste ich im IC Nebelhorn/Königsee quer durchs Land, von Altona bis Berechtesgaden geht die Strecke, doch mein Ziel hieß München Ost. Dort, wo wir vor fast zwei Monaten die Lesereise in der Bar Negroni gestartet hatten. Kerzendunkel erinnere ich mich daran, als wir uns vor gut 100 Leute inklusive einer mächtigen Südkurve vor allem selbst im Zaum halten mussten, um nicht völlig loszugaloppieren.


Wir schälen und schneiden die Rüben, die Birne, die Möhre, aus der wird das im Herbst
eher geschmacklose Innere heraussäbeln, bevor alles in Scheiben geschnitten wird.

Sieben Stunden Zugfahrt vom Schlusspunkt Hamburg zum Startpunkt München, das war ein wenig auch wie ein Zurückspulen dieser ganzen Woche, die mich angenehm zerstört im IC-Sitz hängen ließ: Wien, dem ich mich mit Genuss näherte, das uns aber erst mal nur hinter der zugezogenen Gardine betrachtete. Denn während im Museumsquartier um die Ecke in all den schicken Cafes schwer Walzer getanzt wurde, kam mir beim Einlass in unser Lesungslokal erst einmal der Satz „Wien, nur wir allein” in den Sinn. Dann aber stellte sich doch noch unser sicher erfahrenstes Publikum ein und wir pflegten einen angeregt privaten Salon in der Weite des W7.


Nun kochen Wurst und Schinken sanfte 30 Minuten mit der Hälfte vom Bohnenkraut
und inzwischen auch gefundenem Lorbeer in etwa einem halben Liter Wasser. Da kommen
sie dann raus zum Abkühlen und der Sud wird mit noch einem Liter aufgefüllt. Da hinein
nun die Möhren und die Rüben und das noch mal gute 15 Minuten gekocht mit Salz und
den Blättchen vom restlichen Bohnenkraut. Inzwischen kann man die Einlage machen –
oder erst mal nach Hamburg fahren. Wir reden dann später weiter.

Galopp in München, Hürdennehmen in Wien – das war beste Vorbereitung darauf, im Laufe der Woche unseren eigenen Schritt zu finden. Wir tänzelten in Frankfurt, wo uns das neugierigste und gewitzteste Publikum dieser Reise in lässiger Freude erwartete, und der Abend wurde zum Spiel. In Köln konnten wir auch mal querfeldein gehen, denn hier kam das toleranteste und ausgehwilligste Publikum in unserem Hintersalon vorbei, so dass wir hier am Ende die meisten Gäste hatten. Und dann kam Hamburg.


Frühstück bei Puff-Anni

Wenn man zwei Jahre im Frankfurter Bahnhofsviertel gearbeit und im dortigen Großmarkt- wie Apfelweinviertel gewohnt hat, sollte einen der Hamburger Bahnhof eigentlich nicht mehr schrecken. Aber mehr als zehn Jahre München machen verwöhnt, und so werde ich doch ein wenig kleinlaut, als ich mich nur mit Johnny the Trolly (NDR-Christian ist heim zur Familie) zwischen den Fixern in Richtung Hausfrauenstrich trolle, hinter dem das Hotel liegt, von dem es dann nur noch ein paar Schritte zum „angesagten” Teil von St. Georg ist, wo sich Schwulenläden, Turnhallenrestaurants und orientalische Teehäuser mischen. Mittendrin das Hotel als sicherer Dreisternehafen, von dessen Bar aus man sogar ins Netz kommt. Den gesamten Eintrag lesen »



ESSEN LESEN: Johnny the Trolly is back…

Freitag, 17. November 2006

…und nimmt heute nur Kaffee statt Mittagessen- Und freut sich auf sein Wochenende mit Lilly Lampe.

Allen ein schönes – bis Montag

Der Mittagesser