Archiv für Februar, 2008

Frankfurter Notkäsebrotkuchen

Freitag, 29. Februar 2008

Ui, ich soll ja heute Mittag Essen kochen für den Jüngsten und seinen hungrigen Schulfreund. Und ich stehe noch am Münchner Hauptbahnhof. Schnell rein zu Karstadt, da gibt’s Echte Frankfurter Würstchen. Dann noch einen Sechserpack Eier zur Sicherheit, denn ich möchte mein Frankfurter Omelette machen, erfunden in der Kochnische, die ich in meiner Lehrzeit bewohnt habe: Eierkuchen gefüllt mit angebraten Scheiben von Frankfurtern und gewürfeltem Käse. Den gesamten Eintrag lesen »



Von simpel zu perfekt und zurück

Donnerstag, 28. Februar 2008


Wer braucht da noch eine Butterdose? Den gesamten Eintrag lesen »



Geschätztes süddeutsches Panorama,

Montag, 25. Februar 2008

schönen Dank für Ihrer Serie über Ernährung und Esskultur, bei der ich mich besonders über den zweiten Teil im Titel freue. Denn schnell geht es gleich um Studien und Zahlen, wenn es ums Essen in Deutschland geht.

Trotzdem könnte ich mich jetzt auch ärgern, wie es sich bei einer Polemik gehört: alle Welt schaut nur Kochshows und -bücher ohne selbst zu kochen; die Italiener sind eh viel besser als wir, schon weil wir die billig subventionierten Lebensmittel einfach nicht stehen lassen wollen; richten kann das alles nur die Schule und damit der Staat. Die Welt ist schlimm! Vor allem, weil ich es nicht glaube. Und ich glaube auch nicht wie Thilo Bode von Foodwatch, dass man die Leute zum guten Kochen und Essen bekommt, wenn man Ihnen immer nur Angst davor macht und sagt, dass sie eh zu blöd dafür sind.

Ich glaube lieber meinen Eltern, die sagen, dass bei meiner Geburt Knoblauch ein Teufelszeug war, Ingwer ein Heiltee und dass es zwei Sorten Äpfel zu kaufen gab – grüne und rote. Und dass sich keiner drum scherte, was die Bauern auf den Feldern und die Händler in ihren Läden trieben. Deswegen glaube ich jetzt einfach mal, dass Sortiment und Qualität im Supermarkt viel besser geworden sind und weiter besser werden; und dass irgend jemand all das Frische an Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse usw. in unseren Läden auch kauft, kocht und gerne isst; und dass immer noch Leute in Lokale gehen, von denen es nicht nur in München immer noch fast an jeder Ecke welche gibt.

Ich glaube einfach, dass es uns sehr gut geht und dass wir das auch zugeben sollten – alles andere wäre obszön gegenüber jenen, die beim Essen keine Wahl haben. Und es wäre eine Verschwendung: Denn wir sind längst schlau genug, um das Schlechte vom Guten und die Bösen von den Lieben zu unterscheiden. Deswegen müssen wir auch nicht mehr Essen nach Zahlen spielen (Wie viele Kalorien, Michelin-Sterne, CO2, Cents hat mein Essen?). Ich glaube, dass alleine mit der Konzentration auf Handwerk und Geschmack gutes Essen zu entdecken ist – es braucht nur Mut und ein bisschen Training. Und dass kann man auch ohne Lehrer lerne. Ich glaube, dass jeder gut essen kann – weswegen noch lange nicht jeder kochen können muss.

Es grüßt Sie ein ergebener Leser

(mein erster Leserbrief, der natürlich nicht gedruckt wurde, was ich auch gar nicht erwartet, weil ich damit eigentlich selbst ins Panorama wollte, um ein anderes Lied zu singen. Aber wozu gibt es Foodblogs. Oder?)