Archiv für Juli, 2008

Irrwege einer Suppe, Teil 2

Donnerstag, 31. Juli 2008


Was bisher geschah: Sherlock Holmes eröffnet Watson beim High Tea, dass er die Akte zum sagenumwobenen Verschwinden der Jahressuppe zwischen Vinschgau und München besitzt und trägt daraus mit sonorer Stimme vor. Ein Krimi, wie Doyle ihn nie hätte schreiben können. Cliffhanger: Dr. Mittag hat nach vergeblichem Warten auf die Jahressuppe ihr ein Gurkentraubensuppenbett bereitet, da trifft ein Mail ein: „die suppe ist verschollen. niemand weiss im moment, ob, wie, wann die suppe nach münchen kommt.” Heulen und Löffelklappern. Aber alles wird gut. Den gesamten Eintrag lesen »



Irrwege einer Suppe, Teil 1

Mittwoch, 30. Juli 2008


„Watson, erinnern Sie sich noch an diesen kuriosen Suppenfall in München?” Holmes klopft seine Pfeife am Absatz seines linken Budapesters aus und lässt sich mit einem wohligen Glucksen in den schweren Ledersessel zurücksinken. „Hrmpf”, schnauft Watson belustigt aus seinem Fauteuil, der wie immer Holmes’ schräg gegegenüber gerückt ist, „Sie meinen dieses Jahressuppe, die plötzlich beim Xong-Festival für einige Tage spurlos verschwand?” „Genau, und bis heute weiß keiner, was damals genau geschah.” „Na, die Gute wird ihr persönliches Woodstock gehabt haben, liess sich von Band zu Band weiterreichen und vollaufen – mindestens.” „Vollaufen ja, das liegt schließlich in ihrer Natur, aber Drogen?” Holmes schüttelt Holmes kantig mit dem Kopf, „Die Leute, die danach in München mit ihr zu tun hatten, haben davon nichts bemerkt.” „Ts, ts, ich wüsste zu gern, was damals genau passiert ist.” „Well…” „Holmes, Sie süßer Schuft, Sie wissen schon wieder was!” „Well, man hat mir heute die komplette Akte des Falls zukommen lassen. Well, well, well…” Wenn der attraktive Detektiv seine Grübchen zeigte, wusste Watson, was die Stunde geschlagen hatte: „Vorlesen, Sherlyschatz, bitte!” Den gesamten Eintrag lesen »



High Noon ODER Einer muss sterben

Mittwoch, 30. Juli 2008

An Mittagsschreckensmeldungen ? la „Großbrand durch Mittagsschlaf” habe ich mich ja nun schon gewöhnt (wobei es eigentlich kein Mittagsschlaf ist, wenn man schon vor dem Essen einschläft und das weiterbrutzelnde Schnitzel samt Küche langsam Feuer fängt), aber das hier ist neu:

Montag: Passantin in der Mittagspause fast von Gullydeckel erschlagen

Dienstag: Schwarzmaurer beim Mittagmachen von eigener Mauer erschlagen

Während im ersten Fall, die Mordkomission ermittelt, geht die Polizei im zweiten Fall davon aus,

„dass es sich bei dem Vorfall um einen Unfall handelt. Alles deutet bisher darauf hin.“

Ich weiß ja nicht. Nachdem ich erst jetzt zur Mittagspause komme, findet die nun drinnen statt. Soll wer anderes morgen die Schlagzeilen füllen. Und allen sonstigen Spätberufenen sage ich für heute: Rettet Euch vorm Mittagessen!