Archiv für November, 2008

Antoniusmahl

Dienstag, 25. November 2008


Ich muss diese Geschichte jetzt noch mal genau erklären: Als ich am Montagmorgen meine Mails abrief, war da eins nachts um 1 gekommen und sagte:

Hallo Herr Dickhaut,

ich habe heute ihre Geldbörse gefunden.
Möchten sie diese wieder haben? Soll ich ihnen ihre Geldbörse an
folgende Adresse zu kommen lassen?

Drunter stand der Name eine Firma mit „Ltd.” aus dem Hessischen. Ich war aber am Abend zuvor aus Wien gekommen und vermisste meine Geldbörse (im Hessischen sagt man da ja außerdem „Portemonnaie” dazu, sprich: „portmonnae”) auch nicht und hatte auch schon länger keine verloren und dachte „Diese Spammer werden aber auch imer raffinierter” und machte mich an mein Tagwerk.

Dann aber kam ein Anruf von Frau Sälzer, bei der der Mann mit dem Geldbörsentrick auch schon angerufen hatte. Hm, dachte ich, das ist dann aber schon sehr persönliches Spammen und vermutete, dass es vielleicht ja um die Börse dieses anderen Sebastian Dickhaut ging, der Polizist in Stuttgart ist (ja, den gibt es wirklich). „ja, aber warum soll der dann bei mir anrufen?” Stimmte auch wieder. Ich legte auf und bekam vom Telefon die Nachricht, dass da gerade jemand aus Band gesprochen hatte.

Das war dann der Herr aus dem Hessischen, der am Abend zuvor mit dem Zug nach München gekommen war, um in der bayerischen Filiale seiner Firma zu arbeiten. Vorher wollte er aber noch schlafen, weswegen wer mit dem Taxi ins Haus International fuhr und da lag dann meine Geldbörse auf dem Rücksitz (sorry. liebe Australier, aber ich bin eine Rücksitztaxifahrer). Und tatsächlich, in meinem Rucksack (sorry. liebe Ästhetisten, aber seit ich wieder viel radle, habe ich auch einen) wie auch in meiner Jacke steckte die Börse nicht. Große Freude und viel Dank, dann Hin und Her per Mail und Handy, bis wir uns auf ein Hinterlegung beim Portier einigten. Ich fragte dann noch, ob er gerne kocht oder sich bekochen lässt und dass ich sonst auf einen Finderlohn bestehe:

Kochen kann ich nicht, aber bekocht werden ich gerne bzw. esse gerne. ;-)

Ok, dann lieber kein Kochbuch, dachte ich mir, und radelte heute Mittag auf dem Weg ins International zu Karstadt und füllte die Tüte mit den guten Dingen von oben und noch einem fränkischen Riesling im Bocksbeutel und einem Walnussbrot und merkte dann beim Bezahlen, dass ich ja gar kein Geld hatte! (Den Tag zuvor hatte ich mit einer Rolle Wechselgeld vom Hinterhofflohmarkt bestritten.) Also Börse geholt und dann nochmal hin zum Haus International und… naja, das wollte ich Euch nur mal erzählen. Und weil ich die Dinge oben zweimal gekauft habe, da sie auch mir neu waren, werde ich Euch bald noch erzählen, wie… ach, ich versprech gar nix mehr. Und das habe ich mir dann heute Mittag vom Karstadt mitgebracht:


Flußbrebssalat (lala) mit Mini-Artischocken (jaja) und Andechser Bierbrot (jojo)



Ich sag jetzt mal was. Und zeig’s Euch.

Montag, 24. November 2008


DAS nenne ich eine Wohnküche (entworfen von Otto Wagner, Wien)

So, nach drei Tagen Wien habe ich mich wieder beruhigt, unter anderem durch die feine Pflege dortiger Twitterer- und Bloggerinnen, die in umgekehrtem Verhältnis zur Gastfreundschaft sämtlicher Kellnerinnen und Kellner der Stadt stand – wenn man in München ist und öfters auf österreichische Land fährt, denkt man, dort sei im Service alles besser. In der Stadt aber offensichtlich nicht, zumindest in der größten.

Doch diese Geschichten und Bilder müssen warten, weil halt drei Tage weg. Aber ein bisschen Wienerisch und auch was von mir könnt Ihr trotzdem schon hören, den gemeinsam mit Heimo Tscherne, dem persönlichen Foodblogger von Ketchum PR, stand ich im Interview für den persönlichen Podcastkanal von Ketchum PR, Kanal grün. Und es ging um: Foodbloggen. Wobei ich ja wegen Rezeptmangel, sehr reduzierten Foodbloglesens und der Möglichkeit, auch anderswo etwas übers Kochen und Essen zu schreiben, erst einmal nicht der typischste Ansprechpartner bin. Aber hört selbst – hier der direkte Link zum Gespräch, bitteschön. Inklusive Beuschel-Erinnerung und Österreicher-Outing.

Wem das zu speziell ist, dem zeigen wir es hier: Ein kleines Kabinettstückchen für alle, die noch nicht wissen was sie ihren verfressenen Leuten gegen Ende Dezember schenken sollen: Der Neu&Muss-Weihnachtsgeschenketest bei Küchengötter TV:



„Sagen Sie jetzt was…”

Donnerstag, 20. November 2008

So sollte meine Version dieser Stichwortliste heißen. Ist mir nach einer Stunde Schreiben gerade abgeschmiert. Sollte wohl so sein und passt zum Rest des Tages. Ich sag jetzt nix, habt mich gern.