Archiv für Januar, 2009

Rettet das Sonntagsbraten – mit Bärbel Schäfer

Donnerstag, 29. Januar 2009

„Mittagessen vom virtuellen zurück in den realen Raum tragen” stand Anfang des Jahres ganz oben auf meiner Liste der guten Vorsätze. Also nicht nur drüber bloggen und twittern, sondern auch draußen an der frischen Luft was dafür tun. „On air”, wie der Engländer sagt, und wenn er ein Medienmensch ist, dann muss der noch nicht mal Engländer sein, um damit was ganz anderes zu meinen, nämlich das Radio.

Diese wirklich vorbildliche Überleitung bringt uns zum Hessischen Rundfunk, wo ich schon mal vor einem guten Jahr zu Gast war und in der HR3zeit mit Martina Regel fröhlich über Topf und die Welt plauderte. Seit letztem Sonntag macht dort nun von 10 bis 13 Uhr Bärbel Schäfer Live & Talk Radio und am Ende gibt es immer „Sonntagsbraten” – von mir.

Wobei wir da jetzt nicht für die neue Fleischeslast werben, es geht eher ums Ritual, sich gerade am Sonntag mittags hinzusetzen und was Gescheites zu braten und zu essen statt sich an irgendwelchen Brunchbuffets rumzutreiben – da darf der Mittag dann auch ruhig mal um drei beginnen. Es geht also wieder mal um die Erweiterung des Mittagessens, worin wir uns hier ja täglich üben. Und diesen Sonntag ganz besonders: Da bin ich nämlich von 12 bis 13 Uhr der Schäferin ihr Schäfchen und wir werden uns in dieser Stunde über den Sinn und Unsinn des Kochens, Essens und Genießens unterhalten – hoffe ich zumindest. Freue mich jedenfalls sehr drauf, auch aufs Hessenland. Wer da nicht ist und trotzdem mithören will, kann das hier online tun.

Serviert wird ein RDM-Klassiker, das Schweinshendl in der Winterversion. Letzte Woche gab es Lammkotelett mit Aroma und nächste gibt es dann auf jeden Fall was ohne Fleisch.



Better late lunch als keiner

Dienstag, 27. Januar 2009

Meinen heutigen Arbeitstag habe ich nach diesem Mittagessen begonnen:

Morgen mehr dazu.



Lunch in Little Hollywood

Montag, 26. Januar 2009

„13 Uhr: Lunch mit Agentin im Eisbach” – das sind so die Einträge im Terminkalender, die man nur jedem wünschen kann. Zum einen klingt es einfach gut und zum anderen ist das Eisbach ein schöner Ort mit schönen Menschen (im Service – der auch noch kompetent freundlich ist – wie im Publikum) und ordentlichem Essen. Und weil hier diverse Theater (Maximillianstraße inklusive) nicht weit sind, weht in den hohen hellen Räumen auch schon mal ein little hauch of hollywood.

Während wir als Toast mit Avocado und Shrimps (ok) mit Eis Fries (frittierte Kartoffelviertel) und Penne mit Salsicche (sehr in Ordnung) zu uns nehmen, nimmt am Nebentisch eine ältere Dame mit Grandezza Platz, die den flinken Service gnädig darauf hinweist, dass sie noch jemanden erwartet. Dieser ist dann ein Staatsschauspieler, bei dem mir erst der Name Hilmar Thate einfällt, aber der ist es nicht. Herzliche Begrüßung, man kennt sich.

Dann kommt einer unter Kappe und Brille und buntem Schale, der sich dann als dieser… na… hm… ein guter auf jeden Fall. Noch herzlichere Begrüßung, irgendwas mit „dieses Stück bringt eben…”. Brille nimmt ohne Kappe, aber mit Jacke und Schal (also: kurz) Platz, man redet halt so. Zwei junge hübsche Männer schlendern vorbei, suchen Blickkontakt, deuten dann nach oben auf die Empore, wo sie Platz nehmen. Hoffnungsvolle Jungmimen mit Respekt vor dem Alter?

Schließlich eine interessante Blonde allerhöchstens in meinem Alter, die aber gleich so eine Art Chefrolle einnimmt, die Jungmimen von der Empore zitiert, weiter hinten einen Tisch klar macht, an dem dann auch Brille und eine sehr viel ältere Dame Platz nimmt – Oma wohl. Da dämmert mir, das ist doch Brilles schöne Frau, ich habe da mal ein Porträt gelesen (Kann man Porträts überhaupt lesen? Na, wenn man sie schreiben kann…), und die Mimen sind in Wirklichkeit Söhne.

Nach gutem Gespräch auf dem Rad fällt mir auch der Name wieder ein: Axel Milberg. Aber wer war der andere? Blöd, dass die Batterie von meiner Digi alle war. Obwohl – Paparazzi spielen beim Business Lunch wäre schon very little hollywood gewesen.

P.S.: Daher leider auch noch keine Bilder vom Krapfenkrampf am Freitag. Diesen Freitag dann, ok?